Das Kulturamt vergibt mit diversen Kooperationspartnern Preise:

  • den Förderpreis aus der Stiftung der Weser-Elbe Sparkasse zur Förderung der Bildung und Erziehung junger Menschen im musischen Bereich,
  • den Hermann-Allmers-Preis für Heimatforschung,
  • den Jeanette Schocken Preis - Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur

 

AUFGEPASST: Die Bewerbungsfrist für den Förderpreis der WESPA 2020 wurde bis zum 30. Juni 2020 verlängert!

 

Weitere Informationen zu Bewerbung und Verleihung der Preise finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

DER FÖRDERPREIS DER WESER-ELBE-SPARKASSE

Die Weser-Elbe Sparkasse hat der Stadt Bremerhaven anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums eine namhafte Zuwendung gemacht mit der Auflage, das Geld einer unselbständigen Stiftung zuzuführen und aus den Erträgen die Bildung und Erziehung junger Menschen im musischen Bereich zu fördern.

Auf Empfehlung der Weser-Elbe Sparkasse beschloss der Magistrat, die Erträge u. a. für die Vergabe von Förderpreisen (Stipendien) an besonders begabte junge Künstler zu verwenden. Der Förderpreis wird jährlich vergeben. Über die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger entscheidet jährlich eine unabhängige Fachjury unter Vorsitz des Kulturdezernenten.

Bewerbung:

Alle jungen Menschen, die in künstlerischen Disziplinen Außergewöhnliches leisten, sind herzlich aufgerufen, sich für den Förderpreis der WESPA zu bewerben.

Voraussetzungen für eine Bewerbung:

  • bis 35 Jahre alt
  • in Bremerhaven geboren, zur Schule gegangen oder aktuell wohnhaft

 

Ihre Bewerbung enthält bitte neben einem Anschreiben, mindestens zwei Referenzschreiben/Fachgutachten, die die außergewöhnliche Qualität Ihres künstlerischen Tuns belegen, außerdem Arbeitsproben und ggf. Zeugnisse oder Zertifikate.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 31. Mai des jeweiligen Jahres postalisch oder digital an das Kulturamt Bremerhaven (Kulturamt: Kontakt)

Die Richtlinien über das Verfahren für die Vergabe des Förderpreises(PDF 190,9 KB)ReadSpeaker docReader Icon

Den Förderpreis haben bisher erhalten:

  • Thomas Becker (1986)
  • Christoph Franzius (1987)
  • Volker Engel (1988)
  • Laurent Plettner (1989)
  • Anne Kittelmann (1989)
  • Susanne Storz (1990)
  • Sandra Fehmer (1990)
  • Ingmar Meissner (1991)
  • Annette Haarbeck (1992)
  • Andreas Furcht (1993)
  • Frank Delle (1994)
  • Christina Rylewicz (1995)
  • Lydia Steffens(1996)
  • Michael Schwager (1996)
  • Frea Eden (1997)
  • Jörg Seidel (1997)
  • Jan Stoltz (1998)
  • Karsten Kammeier (1998)
  • Denise Obedekah (1999)
  • Reinhold Lauenburger (1999)
  • Sven Hönig (2000)
  • Janine Buck (2001)
  • Karolina Piontek (2001)
  • Björn Jacobsen (2002)
  • Claudia Maurer (2003)
  • The Wild Thirteen (2003)
  • Kerstin Brätsch (2004)
  • Julia Rogozia (2004)
  • Ruben Hans Donsbach (2006)
  • Gunnar Seidel (2006)
  • Marie Tietjen (2007)
  • Agnes Datkiewicz (2008)
  • Annette Kölling (2009)
  • Lena Sundermeyer (2010)
  • Bogna Grazyna Jaroslawski (2011)
  • David Niedermayer (2013)
  • Glen Hoffmann (2014)
  • Tina Rusin (2015)
  • Vincent Golly (2016)
  • Svea Albrecht (2017)
  • Armando Balke (2018)
  • Maximilian Duda (2019)

Der "Jeanette Schocken Preis - Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur" ist ein Literaturpreis, dessen Preissumme von 7.500 € (seit 1999) nicht durch die Öffentliche Hand, sondern durch Spenden Bremerhavener Bürgerinnen und Bürger aufgebracht wird. Der Preis, der 1991 erstmals vergeben wurde, wird im zweijährigen Turnus verliehen.

Dafür ist eine unabhängige Jury verantwortlich, der aktuell Gabriele von Arnim, Zsuzsanna Gahse, Nico Bleutge, Helmut Böttiger und Dorothea Westphal angehören.

In der Präambel des Statuts für den Preis heißt es: "Am 06. Mai 1933, vier Tage früher als im übrigen nationalsozialistischen Deutschen Reich, wurden auf dem Marktplatz in Bremerhaven unter öffentlichem Beifall Bücher verbrannt. Dieses Tages soll durch die Stiftung eines Literaturpreises gedacht werden".

Er erhält den Namen "Jeanette Schocken Preis - Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur". Mit der Namensgebung wollen die Initiatoren, ein gemeinnütziger Verein, und die Stadt Bremerhaven nicht nur an die Bücherverbrennung und die Vernichtung des Geisteslebens durch den Nationalsozialismus, sondern auch an das Schicksal all jener Menschen, die vor der Barbarei der Nationalsozialisten flohen oder ihr zum Opfer fielen, erinnern.

Die Hafenstadt Bremerhaven war für viele Verfolgte die letzte Station in Deutschland auf der Flucht ins Exil. Die Bremerhavener Kaufmannsfamilie Schocken bot, solange sie konnte, den Verfolgten Zuflucht. Jeanette Schocken wollte mit ihrer kranken Tochter nicht fliehen. Beide wurden am 17. November 1941 gemeinsam mit anderen Bremerhavener Bürgern jüdischen Glaubens nach Minsk deportiert und dort ermordet.

So heißt es im Statut: "Der Literaturpreis, der ihren Namen trägt, soll ein Zeichen setzen gegen Unrecht und Gewalt, gegen Haß und Intoleranz. Mit dem Bekenntnis zur verbotenen und verbrannten, zur unterdrückten und ausgegrenzten Literatur verbindet der Preis die Ermutigung an alle schreibenden Künstler, deren Literatur für dieses Bekenntnis steht, und die deshalb der Förderung, Hilfe und Anerkennung bedürfen."

  1. Preisträgerin 1991 Irene Dische
  2. Preisträgerin 1993 Hanna Krall
  3. Preisträger 1995 Louis Begley
  4. Preisträger 1997 Imre Kertész
  5. Preisträger 1999 Tuvia Rübner
  6. Preisträgerin 2001 Barbara Honigmann
  7. Preisträger 2003 Georg Tabori
  8. Preisträger 2005 Bei Dao
  9. Preisträgerin 2007 Lizzie Doron
  10. Preisträgerin 2009 Ursula Krechel
  11. Preisträger 2011 Richard Sennett
  12. Preisträger 2013 Péter Esterházy
  13. Preisträger 2015 Gerhard Roth
  14. Preisträger 2017 Aris Fioretos
  15. Preisträger 2019 Dzevad Karahasans

Anläßlich der Preisverleihung in der Zeit um den 6. Mai sowie in den alternierenden Jahren finden die Jeanette Schocken Literaturtage statt. Informationen dazu können Sie zu gegebener Zeit dem Veranstaltungskalender der Nordsee-Zeitung entnehmen. Anfragen beantwortet zudem das Kulturamt der Stadt Bremerhaven.

Im Januar 2000 ist die Dokumentation "10 Jahre Jeanette Schocken Preis" erschienen.

Ansprechpartner
Dr. Manfred Ernst
Vorsitzender des Vereins
 0471 391 9920

Jeanette Schocken Preis

Anlässlich des 75 jährigen Jubiläums des 1882 auf Anregung des in Rechtenfleth ansässigen Marschendichters Hermann Allmers (1821–1902) gegründeten länderübergreifenden Heimatbundes der Männer vom Morgenstern von den Städten Bremerhaven und Cuxhaven sowie dem Kreis Land Hadeln und dem Landkreis Wesermünde ist der Preis gestiftet worden.

Für die beiden Landkreise ist seit 1979 deren Rechtsnachfolger, der Landkreis Cuxhaven, eingetreten. Seit September 2010 sind als weitere Preisstifter der Landkreis Wesermarsch und der Rüstringer Heimatbund hinzugekommen. Der Preis dient der Anerkennung und/oder Förderung besonderer Leistungen auf dem Gebiet der regionalen Heimatforschung. Er ist mit einem Betrag von 3.000,00 EUR dotiert.

Der Hermann-Allmers-Preis wird seit 1959 in zweijährigem Rhythmus um Allmers‘ Geburtstag (11. Februar) in einer Feierstunde verliehen.

Inzwischen gibt es 28 Preisträgerinnen und Preisträger.

Die Industrie- und Handelskammer Bremerhaven hat aus Anlass ihres 125-jährigen Bestehens am 23. Juni 2000 die Stiftung der Bremerhavener Wirtschaft gegründet.

Mit dieser Stiftung will die Bremerhavener Wirtschaft ihre Verantwortung und ihr Engagement für den Standort Bremerhaven unterstreichen und verbindet damit die Erwartung einer nachhaltigen Belebung und Stärkung des gesamten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens zum Wohle der Stadt und seiner Bevölkerung.

Die Auszeichnung erfolgt nach den Vergaberichtlinien an Initiativen oder Personen aus dem kulturellen und gesellschaftlichen Bereich.

Ansprechpartner: handelskammer-bremen