Geschichte des Stadtarchivs

Das Stadtarchiv Bremerhaven entstand 1926 als Archiv der 1924 aus Geestemünde und Lehe zusammengeschlossenen Stadt Wesermünde.

Das Stadtarchiv wurde durch den Registrator und ersten Archivar Hans Kischnick eingerichtet, indem er die Altregistraturen von Lehe und Geestemünde sichtete und ordnete. Auf diese Weise sind viele Dokumente der Vorgängergemeinden von Bremerhaven aus der Frühen Neuzeit ins Stadtarchiv gekommen. Nach dem Zusammenschluss von Bremerhaven (heute Stadtteil Mitte) und Wesermünde 1939 zur Großstadt Wesermünde kam auch die Bremerhavener Altregistratur ins Stadtarchiv.

In der ersten Zeit war das Archiv im Keller des Geestemünder Rathauses untergebracht.

 

 

 

Ende 1926 kam es im Keller des ehemaligen Gebäudes der städtischen Sparkasse (Georgstraße 19-21) unter. Es folgte von 1936 bis 1939 das "Gefolgschaftsheim" der Fischindustrie in der Ibbrigstraße, das im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiterlager für "Ostarbeiterinnen" diente.

Nach 1939 wurde das Archiv in der Uhlandschule in Lehe untergebracht.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Akten in ein stillgelegtes Ziegeleigebäude in Sandstedt ausgelagert und konnten auf diese Weise ohne Kriegsschäden in die Nachkriegszeit gerettet werden. Durch Bombenangriffe wurden allerdings einige Akten vernichtet, die noch in den Dienststellen lagerten, z. B. im zerstörten Geestemünder Rathaus.

Nach 1945 kam das Stadtarchiv in der Uhlandschule und seit dem Frühjahr 1949 im Arkadenbau des Stadthauses 1 in der Hinrich-Schmalfeldt-Straße unter.

Das Klima der dort bezogenen Räume im Erdgeschoss und im Keller war allerdings zu feucht und somit schädlich für die Archivalien.

Ab Mitte der Siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts waren die Räumlichkeiten auch zu klein.

 

1986 erhielt das Stadtarchiv neue Archivräume mit zwei großen, mit Rollregalanlagen ausgestatteten Magazinräumen, Arbeitsräumen und
einem Benutzersaal im damaligen Stadthaus 6 (heute Stadthaus 5).

Im Jahr 2004 erfolgten ein Umbau und eine Erweiterung der Magazinflächen.

 

 

Organisation und Zielsetzung des Stadtarchivs

Das Stadtarchiv Bremerhaven wandelte sich im Laufe der Jahrzehnte von einer Einrichtung, die sich vornehmlich an die eigene Verwaltung richtete, zu einer Kulturinstitution, die sich mit Veröffentlichungen, Veranstaltungen und eigener Forschung aktiv am Kulturleben der Stadt beteiligt.

Damit einhergehend vergrößerte sich das Stadtarchiv auch personell. In den 1980er Jahren wurden erstmals zwei archivfachlich ausgebildete Mitarbeiter, 1993 erstmals auch eine Facharchivarin eingestellt. Jahrelang war ein Archivpädagoge beim Stadtarchiv beschäftigt.

Die Wesermünder und Bremerhavener Stadtarchivare

1926-1945 Hans Kischnick

1945-1949 unbesetzt

1949-1955 Karl Eikmeier

1955-1957 Dr. Wilhelm Stölting

1957-1965 August Meyer

1965-1991 Dr. Burchard Scheper

1991-2013 Dr. Hartmut Bickelmann

Seit 2013 Dr. Julia Kahleyß

Text: Dr. Julia Kahleyß

Für diesen Artikel wurden folgende Schlagworte vergeben

Anrede

Lesen Sie dazu auch unsere Datenschutzerklärung.

* Pflichtfeld