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Stadttteil Weddewarden

Heutzutage gilt das kleine Dorf Weddewarden als nördlichster Stadtteil Bremerhavens, doch seine Geschichte reicht wesentlich weiter zurück, als die Unterweserstadt, zu der es inzwischen gehört.

Bereits 1091 wurde Weddewarden als eine friesische Ansiedlung in einer Urkunde des bremischen Erzbischofs erwähnt und ist somit die älteste Ortschaft im heutigen Stadtgebiet von Bremerhaven. Archäologische Spuren von Notgrabungen 1979 bis 1981 haben aber Besiedlungsspuren zutage gefördert, die aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert stammen. Ein wichtiger Zeuge der Geschichte ist der Ochsenturm (13. Jahrhundert) im benachbarten, aber zugehörigen Imsum, der Überrest einer früheren Kirche. Konflikte mit dem Erzbischof in Bremen bestimmten auch die weitere Geschichte dieses Orts. So stand am Weddewardener Deich im 16. Jahrhundert die Burg Morgenstern, später Standort einer gleichnamigen Gaststätte. Weddewarden behielt lange seinen Charakter als Bauerndorf, bis es am 1. April 1927 mit seinen damals 485 Einwohnern in das damalige Wesermünde (heute: Bremerhaven) eingemeindet wurde.

Auch heute weist Weddewarden dörfliches Ambiente auf, obwohl der Bremerhavener Container-Terminal durch seine Expansion ein großes Stück näher gerückt ist. Doch ist geplant, den Ort zu erhalten, denn der Magistrat von Bremerhaven hat für Weddewarden eine Bestandsgarantie abgegeben.

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