Aussenansicht Alfred-Wegener-Institut

September 2020 / Der InnoTruck stoppt in Bremerhaven

Hightech-Exponate des BMBF hinterlassen an der Oberschule Geestemünde einen starken Eindruck

Schon von außen ein Mordsteil: Seit 2017 steuert der InnoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit seinen Hightech-Exponaten pro Jahr rund 80 Stationen an. Anschauen, anfassen, ausprobieren – „Technik und Ideen für morgen“, lautet das Motto im Ausstellungsraum. Wie spannend und lebensnah die angewandten Naturwissenschaften sein können, erlebten Anfang September die Schülerinnen und Schüler der Oberschule Geestemünde.

Konzept Lebenswirklichkeit

„Wir sind wirklich froh, dass der Truck jetzt hier ist“, bestätigt Ana Isabel Hüller für das Leitungsteam der OS Geestemünde. Ihre Kollegin Belgin Saygi hatte von dem bundesweiten Projekt gehört und sich für einen Halt in Bremerhaven eingesetzt – gar nicht so leicht, denn der InnoTruck macht nicht nur Station an Schulen, sondern auch an Hochschulen sowie auf Messen und Marktplätzen. „Das Konzept ist einfach prima“, unterstreicht Stephan Penning, der an der Flensburger Straße ebenfalls zum Leitungsteam gehört. „Die Ausstellung vermittelt Themen, die ganz konkret mit der Lebenswirklichkeit zu tun haben. Und dass vorne diesmal keine Lehrerinnen und Lehrer stehen, kommt bei unseren Schülerinnen und Schülern ebenfalls sehr gut an.“

Einführende Vorträge machen neugierig, danach geht es für die achten, neunten und zehnten Klassen der OS Geestemünde an zwei Tagen direkt in die Ausstellung. „Monitor berühren – Anwendung startet“, heißt es im Truck, wo die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen oder selbst interaktiv nach Antworten suchen können. „Diesen Zugang kann Schule so nicht bieten, aber er ist für unsere Schülerschaft besonders wichtig“, weiß Ana Isabel Hüller. „In einer faszinierenden Hightech-Umgebung lässt sich das Interesse doch viel leichter als im Klassenzimmer wecken.“

Aus Ideen werden Innovationen

Dass dieser Ansatz in Geestemünde bestens funktioniert, freut auch den wissenschaftlichen Projektbegleiter Dr. Tobias Schwalbe. „Wir beginnen immer mit kleinen Vorträgen in den Klassen, dann darf hier im Truck alles ausprobiert werden“, erzählt er in einer Pause, die zum Desinfizieren genutzt wird. „Das Interesse ist wirklich riesengroß, die Gruppen haben mich mit ihren Fragen regelrecht gelöchert. „Medizinische Themen kommen besonders gut an“, ergänzt seine Kollegin Sarah Bernhardt und zeigt die Station BioInject, einen Einmal-Injektor, mit dem sich flüssige und pulverförmige Arzneimittel ohne Nadel in die Haut bringen lassen.

Autonomes Fahren, Wasserstoff als sichere Energiequelle der Zukunft, Robotergreifer oder Apps für die zivile Sicherheit: Obwohl die obere Ebene der Ausstellung wegen Corona zurzeit gesperrt ist, bleibt die Vielfalt groß. Aus Ideen werden Innovationen, die Schülerinnen und Schüler sind mit Eifer dabei, die Schulleitung denkt bereits jetzt an eine Wiederholung des Besuchs. Ach ja, über die Straßen bewegt wird das 16,5 Meter lange Fahrzeug übrigens nicht vom wissenschaftlichen Personal, sondern vom Truckmanager. Der InnoTruck – in jeder Hinsicht beeindruckend!