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Mai 2021 /Abenteuer Schüler*innenaustausch

Die Johann-Gutenberg-Schule veranstaltet eine Online-Messe zum Thema Auslandsaufenthalte und stößt auf großes Interesse

„Ab ins Ausland!“ – für Schülerinnen und Schüler zurzeit nicht ganz einfach, aber als Perspektive auch nicht unmöglich. Die informative Online-Messe, die von der Johann-Gutenberg-Schule im Rahmen der diesjährigen Europa-Wochen und in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch (AJA) durchgeführt wurde, machte auf jeden Fall Mut. „Es ist nicht nur ein Jahr in eurem Leben, sondern euer Leben in einem Jahr“, brachte ein Teilnehmer die Erfahrungen ehemaliger Austauschschülerinnen und -schüler auf den Punkt.

Grundlagen, Erfahrungen, Meinungsaustausch

„Ab ins Ausland!“ lautete das Motto der Online-Messe, die die Johann-Gutenberg-Schule Anfang Mai im Rahmen der Europa-Wochen in Kooperation mit dem Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch (AJA) veranstaltete. Wer, wenn nicht die mit dem Siegel „Schule: Global“ ausgezeichnete Leherheider Oberschule, die Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe sowie deren Eltern eingeladen hatte. Das Interesse an der Zoom-Konferenz war groß, informiert werden sollte über Sprachreisen und Work-Camps in den Schulferien, über längere und kürzere Auslandsaufenthalte in Gastfamilien während der Schulzeit, über Work & Travel, Au-Pair oder internationalen Freiwilligendienst nach der Schule.

„Ich grüße aus dem Schulamt“, eröffnete Oberschultrat Stephan Rademacher als Europabeauftragter für die Bremerhavener Schulen das Treffen. Vor Ort hautnah eine fremde Kultur kennenlernen und die Sprachkenntnisse verbessern: AJA-Mitarbeiterin Pia Söldner stellte zu Beginn der beiden Konferenzstunden die acht im Dachverband zusammengeschlossenen Organisationen vor. Für die zugeschalteten Lehrkräfte wurde kurz der Begriff „Globale Schule“ erläutert, den Jugendlichen wurden die verschiedenen Austauschmöglichkeiten aufgezeigt. „Am besten funktioniert es natürlich, wenn man es selbst will“, unterstrich die AJA-Koordinatorin. „Wenn der Wunsch nur von den Eltern kommt, wird es entsprechend schwieriger.“

Begeisterte Berichte der Ehemaligen

Mitbringen sollten die Schülerinnen und Schüler also unbedingt die nötige Motivation für den Austausch, dazu Aufgeschlossenheit, Verantwortungsbewusstsein sowie eine gute Portion Anpassungsfähigkeit und Flexibilität. Belohnt werden sie dafür mit spannenden neuen Erfahrungen, mit lebenslangen Freundschaften, einer profunden Vertiefung der Fremdsprachenkenntnisse und nicht zuletzt dem Kennenlernen des alltäglichen Lebens in einem anderen Land. Vor- und Nachbereitungsseminare gehören ebenso wie Auskünfte zu Stipendien zum Qualitätsstandard der AJA-Organisationen, auch die ausschließliche Bewerbung als Gastfamilie ist möglich.

Dass ein Austauschaufenthalt in den USA oder Finnland, Norwegen, Neuseeland oder Botswana auch jede Menge Spaß macht, erzählten die immer noch begeisterten ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die der Konferenz zugeschaltet waren. Sport, Musik und besondere Landschaftserfahrungen, interessante Menschen und vor allem ein ganz spezieller „Spirit“ – alle Berichte machten Lust auf den eigenen Auslandsaufenthalt. „Ich könnte ein ganzes Buch über meine Erlebnisse schreiben“, meinte die 17-jährige Rafaela, bevor es zu Gesprächen im kleineren Kreis in die Breakout-Rooms ging. Und der 21-jährige Simon brachte das „Abenteuer Austausch“ so auf den Punkt: „Ein Austausch ist nicht nur ein Jahr in eurem Leben, sondern euer Leben in einem Jahr!“

Der AJA betreibt ein Vergleichsportal für Schüler*innenaustausch https://www.austauschjahr.de/. Unter https://www.austauschjahr.de/erfahrungsberichte-schueler berichten Jugendlichen von ihren Erfahrungen im Schüler*innenaustausch.