Aussenansicht Alfred-Wegener-Institut

Als kleine Gruppe, zu zweit oder im Alleingang

„Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ – angetreten sind in diesem Jahr in zwei Altersklassen 46 Schülerinnen und Schüler der vierten bis zwölften Klasse. „Es hat total Spaß gemacht“, sagt Felicia Schmidt, die zusammen mit zwei Mitschülerinnen der Heinrich-Heine-Schule „Batterien aus einfachen Materialien“ entwickelt hat und dafür im Fachbereich Chemie mit einem 2. Platz belohnt wurde. Als Duo haben sich Leif Erik Hefter und Kevin Schwarz vom Lloyd Gymnasium gefragt, wie die Form eines Autos seine Geschwindigkeit beeinflusst, ganz allein hat Wilhelm-Raabe-Schüler Ben Samuelsen den „besten kleinsten Elektromotor Bremerhavens“ entwickelt.

Ob als kleine Gruppe, zu zweit oder solo, in der Walter-Kolb-Halle beantworten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geduldig die fachkundigen Fragen des Publikums und erläutern ihre Ergebnisse. „Am Ende ist das Drift-Trike sehr gut geworden, obwohl ich mit vielen Problemen zu kämpfen hatte“, steht als Fazit unter Tarik Rothmanns Projektbeschreibung – auf Schwierigkeiten stieß bei der Arbeit nicht nur der Schüler der Schule am Leher Markt. Trotzdem bereut hier niemand, über Monate hinweg viel Zeit in die Forschung investiert zu haben: „Wir sind zufrieden, es war eine tolle Erfahrung“, ist an den Ständen immer wieder zu hören.

Alltagsnahe Themen und Fragestellungen

Nicht nur die Gruppen der Deutschen Internationalen Schule Den Haag, die traditionell dem Bremerhavener „Jugend forscht“-Wettbewerb angegliedert ist, haben sich in diesem Jahr mit praktischen und alltagsnahen Fragestellungen beschäftigt. „Lesen im Wandel der Zeit“ oder „Backen mit Vollkornmehl“ waren ihre preiswürdigen Themen, während Heinrich-Heine-Schülerinnen das bewährte Hausmittel Natron untersuchten. „Ich wollte wissen, ob alle Cola-Sorten gleich schlecht für die Zähne sind“, skizziert Luca Späte von der Schule am Leher Markt den Ansatz seiner Experimente mit Koffein, einen „Brillenauffinder“, der jetzt noch auf praktikable Größe reduziert werden muss, konstruierte Ariyan Mededovic von der Schule am Ernst-Reuter-Platz.

„Untersuchungen an Kaprekar-Zahlen“, „Distanzsensoren“ und „Schollies for DKMS“ – selbstverständlich wurde auch zu eher klassischen Themen gearbeitet. Die Ergebnisse sprechen in der Walter-Kolb-Halle für sich, der einzige Wermutstropfen bleibt die im Vergleich zu den Vorjahren geringere Teilnehmerzahl, die Wettbewerbsleiter Jens Habich auf den Generationswechsel bei den Projektbetreuern an den Schulen zurückführt. Die stolze Freude der Schülerinnen und Schüler an den Ausstellungsständen bleibt davon jedoch unberührt. Sie wissen, dass „Jugend forscht“ ein ganz besonderes Erlebnis ist und sich für alle Beteiligten lohnt.