Aussenansicht Alfred-Wegener-Institut

„Bili-Karrieretag“ am Lloyd Gymnasium: Zum sechsten Mal berichten ehemalige Schülerinnen und Schüler den nachfolgenden Jahrgängen, warum und wie ihnen der bilinguale Unterricht weitergeholfen hat. „Jetzt kommt ein bisschen mehr Arbeit auf euch zu, aber am Ende lohnt es sich!“, lautet der Rat der Ehemaligen. „Englisch ist und bleibt wichtig“, unterstreicht auch Marianne Cordes, die den bilingualen Unterricht Anfang der 1990er-Jahre in Bremerhaven eingeführt hat.

Informationen aus erster Hand

„Meine Schwester war ja insgesamt wesentlich beständiger und vernünftiger“, meint der junge Mann am Fenster – an Themen mangelt es den ehemaligen Schülerinnen und Schülern des Lloyd Gymnasiums bei ihrem Treffen nicht. Das Wiedererkennen fällt zumeist leicht, manche am langen Tisch erinnern sich noch ganz frisch, bei anderen liegt die Schulzeit schon ein paar Jährchen zurück. Aber es gibt viele verbindende Gemeinsamkeiten, zu denen der bilinguale Unterricht gehört. Alle hier im Konferenzraum haben ihn an „ihrer“ Schule gewählt, heute wollen sie ihren Nachfolgerinnen und Nachfolgern in den aktuellen E- und Q-Phasen etwas darüber erzählen.

„Die Bedeutung der englischen Sprache in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur ist weltweit groß und wächst noch weiter“, heißt es auf der Homepage des Lloyd Gymnasiums, und dem würden die ehemaligen „Bilis“ sicher zustimmen. Bilingual von der 5. Klasse bis zum Abitur: „Umfangreiche praxistaugliche Englischkenntnisse zu haben ist von enormem Vorteil in Studium und Beruf“, wirbt das Gymnasium weiter. 

Die Argumente überzeugen

Von der Theorie zur Praxis, zum sechsten „Bili-Karrieretag“ am Lloyd Gymnasium sind die Ehemaligen aus dem näheren Umland, aber auch aus München und Berlin angereist. „Das Netzwerk, das ihr durch euren Einsatz am Leben haltet, ist uns sehr viel wert“, bedankte sich Tanja Bartscht, Leiterin des Bilingualen Profils, bevor es gemeinsam in die Aula ging. Hier

wartete die Vorstellungsrunde vor den Schülerinnen und Schülern der E-Phase, danach setzten sich die Ehemaligen für Fragen und Antworten an die vorbereiteten Tische.

„Als ‚Bili‘ musst du immer ein bisschen mehr machen, als die anderen“, fasst Marco für seine 2012 mit dem Abitur beendete Schulzeit zusammen und erzählt von seinen Erfahrungen als Controller bei einem Lebensmittelhersteller. „Die Unternehmenssprache ist Englisch, und je mehr man in dieser Sprache denkt, desto einfacher wird es bei Verhandlungen. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man nicht mehr ständig im Dictionary nachschlagen muss.“ Die Argumente des Mittzwanzigers klingen überzeugend, ein Rest Zweifel bleibt dennoch. „Lohnt es sich wirklich, bilingual weiterzumachen“, fragt ein Mädchen und verweist noch einmal auf die Mehrarbeit. „Ja, es lohnt sich!“ Marcos Antwort ist eindeutig: „Je mehr man investiert, desto mehr bekommt man zurück!“