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April 2021 / Jugend forscht auch online!

Für die engagierten Bremerhavener Forscherinnen und Forscher läuft in diesem Jahr vieles ganz anders

Auch wenn die Gespräche mit der Jury diesmal online stattfanden, ließen sich die jungen Forscherinnen und Forscher dennoch nicht von den Begleitumständen aufhalten. Beim gemeinsamen Arbeiten wurden eben Mund-Nase-Masken getragen und die Sicherheitsabstände eingehalten, auf das große Engagement aller Beteiligten konnte trotzdem gezählt werden. „Jugend forscht 2021“: 44 Projekte wurden für den Wettbewerb angemeldet, 14 davon in der Nachwuchs-Kategorie „Schüler experimentieren“.

Die Teilnahme ist immer ein Gewinn

Dass es von insgesamt 44 angemeldeten Projekten immerhin 24 in den regionalen Entscheid geschafft haben, freut nicht nur den Bremerhavener „Jugend forscht“-Leiter Jens Habich. „Das ist unter den derzeitigen Bedingungen eine tolle Zahl“, meint der ehemalige Lehrer der Heinrich-Heine-Schule, der sich jetzt nach mehr als 20 Jahren vom Wettbewerb verabschiedet. „Ich habe selbst sehr viel dazugelernt“, lautet sein abschließendes Resümee. Bei der Bandbreite der Themen, die von gesunder Milch für Katzen über die Sicherheit von Passwörtern bis zu den Vor- und Nachteilen  veganer Ernährung reichen, ist das kein Wunder.

Die Zielsetzung des bundesweiten Wettbewerbs ist es, das Interesse an Naturwissenschaft und Technik zu fördern, zur Auswahl steht bei „Jugend forscht“ eine breite Palette an Fächern. Biologie, Chemie und Physik, Geo- und Raumwissenschaft, Arbeitswelt, Mathematik / Informatik und Technik – die einen fragen unter der Überschrift „Bauchgefühl vs. Algorithmen“, wie erfolgreich eine Maschine Fußballwetten errechnen kann, die anderen entwickeln eine Sortiermaschine für freifallende Schokolinsen. Als Lohn winken auf Regional-, Landes- und Bundesebene diverse Preise und Sonderpreise, gibt es viel Aufmerksamkeit, Anerkennung und Lob. „Aber eigentlich ist die Teilnahme allein schon ein Gewinn!“, unterstreicht Regionalleiter Jens Habich.

Vom Regionalentscheid bis zum Bundesfinale

Beim Regionalwettbewerb im Februar setzten sich neben der Schokolinsen-Sortiermaschine (Technik / Oberschule SZ Carl von Ossietzky) und den Erfolgsaussichten maschineller Fußballwetten (Mathematik und Informatik / Internationale Schule Den Haag) die Fragen nach der Sicherheit von Alltagsmasken (Arbeitswelt / SZ Geschwister Scholl) und der Auswirkung von Lärm auf die Konzentrationsfähigkeit beim Lernen (Biologie / Lloyd Gymnasium) durch. „Mama will immer noch Kaffee“, stand über der Siegerarbeit eines Pestalozzi-Schülers (Physik), ebenfalls im Wettbewerb „Schüler experimentieren“ überzeugten die Gäste aus Den Haag mit einer Untersuchung zu Farbe und Geschmackssinn. Zwei Schülerinnen des SZ Geschwister Scholl landeten dagegen bei "Jugend forscht" mit „Probiotika gegen Antibiotika – Wer ist der wahre Superheld?“ auf dem ersten Platz.

Und für die Scholl-Schülerinnen Vanessa Schöttke (17) und Mira Strodtmann (18) geht die Reise sogar noch weiter, denn ihr aufwändiger, von einer Online-Befragung begleiteter Beitrag zur Wirkung von Pro- und Antibiotika wurde Mitte März auch beim Landesentscheid in Bremen im Fachbereich Biologie von der Jury zum Sieger erklärt. Also auf zum Bundesentscheid vom 26. bis 30. Mai, der eigentlich in Heilbronn, tatsächlich aber online stattfindet. Die Daumen werden natürlich trotzdem kräftig und ganz real gedrückt!