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Maleike Schubert erhält ersten Bremer Inklusionspreis

Zum ersten Mal wurde am 25. März 2019 der Bremer Inklusionspreis im traditionsreichen Bremer Rathaus durch den Präsidenten des Senats, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling übergeben.

Dieser Preis wird für besondere Verdienste bei der Inklusion behinderter Menschen in unserer Gesellschaft vergeben. Die erste Preisträgerin ist Maleike Schubert, die seit 1. Juni 2016 als Projektleiterin des Projektes Inklusion im Sport im Amt für Menschen mit Behinderung des Magistrats der Stadt Bremerhaven beschäftigt ist.

Ihre Arbeit war so erfolgreich dass sie dieses Projekt in einem bundesweiten Wettbewerb unter die zehn Regionen in der Bundesrepublik Deutschland platzieren konnte, die als Modellprojekt für mehr Inklusion für alle (MIA) des Deutschen Behindertensportverbandes anerkannt wurden. Als Höhepunkt dieses Projektes läuft aktuell die Woche des inklusive Sports www.bremerhaven.de/de/aktuelles/aufruf-zur-teilnahme-an-der-woche-des-inklusiven-sports.86676.html

„Wir sind sehr stolz darauf, dass Maleike Schubert als erste im Bundesland Bremen diesen Preis nach Bremerhaven geholt hat, dazu gratuliere ich ihr recht herzlich und wünsche ihr weiterhin viel Erfolg für dieses Projekt“, so Stadtrat Uwe Parpart als Dezernent des Amt für Menschen mit Behinderung. Oberbürgermeister Melf Grantz gratuliert der Magistratsmitarbeiterin ebenso und sagt: „Maleike Schubert ist mit ihrem beeindruckenden Engagement ein Vorbild und ermutigt auch Menschen mit Behinderung, die positive Wirkung von Sport wahrzunehmen.“

Frau Schubert wurde 1989 auf Mauritius geboren, ihr Vater war in Madagaskar als Entwicklungshelfer tätig. Die von Geburt an erblindete junge Frau studierte in Marburg Geschichte sowie Konflikt und Friedensforschung und schloss mit dem Master ab. Ihr Leitspruch lautet: „Nicht ich bin behindert, sondern die Umwelt schafft Behinderungen.“ Sie möchte erreichen, dass sich die Behinderung in unseren Köpfen für mehr Inklusion öffnet.

Ihre Leidenschaft ist Reiten. In Marburg, wo sie studierte, waren auch Ausritte in der Landschaft möglich, im Reitverein Bremerhaven, in dem sie aktiv ist, wird in der Halle geritten. Auf die Frage an Maleike Schubert, wie denn ein blinder Mensch reiten könne, bemerkte sie: „Das Pferd ist ja nicht blind“. Sie ist außerdem ausgebildete Rettungsschwimmerin durch den DLRG und auch Trainerin.

Im letzten Jahr hat sie sich einen großen Wunsch erfüllt. Nach einer Bewerbung bei einer Blindenführhundschule in den USA bekam sie ihren Blindenführhund Maci.

Maleike Schubert wird doch bis Ende des Jahres dafür arbeiten, dass in Bremerhaven mehr Sportvereine Angebote für Menschen mit und ohne Behinderungen anbieten. Dass sie sich auf dem richtigen Weg befindet, belegt die Auszeichnung mit dem erstmals verliehenen Bremer Inklusionspreis, findet Stadtrat Parpart.

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