Blaulicht-Resolution der Feuerwehr und Polizei Bremerhaven

Achtung und Respekt für die Leistungen unserer Einsatzkräfte

Für ein friedliches Miteinander und ein Leben in Freiheit ist es unabdingbar, dass die Menschen in unserer Stadt darauf vertrauen können, hier sicher zu leben, Hilfe in Not zu erhalten und vom Staat und seinen Organen geschützt zu werden. Polizei und Rettungskräfte in unserer Stadt stehen für dieses Vertrauen als Garanten ein.

Leider erleben jedoch gerade die Menschen, deren Aufgabe und berufliche Verpflichtung es ist, unser friedliches und geschütztes Zusammenleben zu gewährleisten, dass ihnen dabei Hass und blinde Aggression entgegenschlägt. Sie sind nicht nur verbalen und körperlichen Angriffen ausgesetzt. Hinzu kommen auch Behinderungen durch Schaulustige und fotografierende oder filmende Gaffer, die kein Verständnis für die Arbeit z.B. von Polizei und Feuerwehr zeigen. Konflikte dieser Art belasten und verletzen die Einsatzkräfte psychisch und physisch; sie führen auch dazu, dass Rettung, Hilfe und Ordnung oftmals nur verspätet und nur mit unverhältnismäßig großem Personalaufwand erreicht werden können. Die Folgen davon treffen uns alle.

Es kennzeichnet leider unsere gegenwärtige Gesellschaft, dass sich Gewalt und Respektlosigkeit ungebremst entwickeln und wir alle in zunehmenden Maße dem ausgesetzt sind. Wir müssen deshalb mit besonderem gesellschaftlichen Engagement zu erreichen suchen, dass Übergriffe nicht entstehen oder spätestens in der Entstehung abgewendet und im Übrigen öffentlich geächtet werden; denn derartige Übergriffe und Behinderungen sind weder für die Einsatzkräfte noch für die auf Hilfe wartenden Bürgerinnen und Bürger hinnehmbar. Sich dafür einzusetzen sollte nicht nur Pflicht eines jeden Einzelnen sein, sondern auch Gegenstand der Fürsorgepflicht der Stadt Bremerhaven als Arbeitgeber all jener, die sie zum Schutz unserer Gesellschaft einsetzt.

Wir wollen auch weiterhin in einer Stadt leben, in der die Bürgerinnen und Bürger im Vertrauen auf professionelle Hilfe vor allen Gefahren bestmöglichst geschützt werden. Wir fordern daher:

  • die öffentliche Ächtung von Aggression und Gewalt in jeglicher Form gegen unsere Einsatzkräfte
  • die Anzeige und Verfolgung jedes Angriffes auf sie und Rechtsschutz für die Geltendmachung der ihnen während eines Einsatzes entstandenen Ansprüche
  • die aktive Unterstützung von Frauen und Männern der Polizei, der Rettungsdienste und des Brandschutzes durch Schulung in der Sozial- und Konfliktkompetenz und dem Training zur Abwehr von Attacken

Eine aktive oder defensive Ausrüstung zum persönlichen Schutz im Rettungsdienst und Brandschutz lehnen wir ab.

Sie können die "Blaulicht-Resolution" bis zum 30. November 2018 unterzeichnen.

Dieser Resolution haben bereits 507 Unterzeichner zugestimmt.


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