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Die Museumsschiffe im Alten Hafen

BRT= Bruttoregistertonne: kein Gewichts-, sondern ein Raummaß. 1 BRT=2,83m³
1 Knoten/kn = 1 Seemeile = 1852 m

Feuerschiff "BÜRGERMEISTER ABENDROTH"/"ELBE 3", 1909 bei der Eiderwerft in Tönning erbaut, 450 BRT
Vom preußischen Staat für die Position vor der Mündung der Eider (Westküste Schleswig-Holstein) in Dienst gestellt, kam das Feuerschiff ab 1919 auf wechselnden Positionen in der Elbmündung zum Einsatz, zuletzt 1945 bis 1966 auf ELBE 3 und wurde 1967 Museumsschiff in Bremerhaven.

Polarforschungsschiff "GRÖNLAND", 1867 in Matre bei Bergen (Norwegen) erbaut, Länge 25,80 m
1868 von dem deutschen Kapitän Carl Koldewey für eine Polarexpedition nach Grönland und Spitzbergen, die noch im gleichen Jahr stattfand, erworben, wurde das Schiff 1871 wieder nach Norwegen veräußert, nach vielen Eignerwechseln 1973 zurück gekauft und wird seither als fahrfähiges Museumsschiff und „schwimmender Botschafter“ des Deutschen Schiffahrtsmuseums eingesetzt.

Bark "SEUTE DEERN", 1919 in Gulfport/USA erbaut, 813,6 BRT
Zunächst als Viermastschoner ELIZABETH BANDI für einen amerikanischen Reeder erbaut, ging der Holzbau 1931 in finnischem Besitz über, ehe 1938 der Hamburger Reeder John T. Essberger den Segler erwarb und zu einem Segelschulschiff umbauen ließ. Nach dem Krieg lag SEUTE DEERN zunächst als Hotel und Restaurant in Hamburg, ab 1954 im niederländischen Delfzijl als Jugendherberge und ab 1965 wiederum als Gaststätte in Emden. 1966 kam das Schiff nach Bremerhaven, wo es zum Ausgangspunkt des heutigen Museumshafens wurde und noch heute als Museums-, aber auch Gaststättenschiff zugänglich ist.

Haffkahn "EMMA", 1928/29 in Pönitz bei Stettin erbaut, Länge 41,5 Meter
Dieser Binnenschiffstyp war früher an der Ostseeküste sowie auf den Flüssen und Kanälen Ostdeutschlands verbreitet. Auf Binnengewässern wurde er geschleppt, in Küstennähe konnte er gesegelt werden. EMMA war noch bis 1992 als Binnenschiff im Einsatz und gelangte 1994 in die Sammlung von Originalfahrzeugen des Deutschen Schiffahrtsmuseums.

Motorschlepper "HELMUT", 1923 bei Cäsar Wollheim in Breslau erbaut, 345 PS
Zunächst war der kleine, an den renommierten Elektrokonzern AEG abgelieferte Motorschlepper auf Berliner Gewässern als AEGIR im Einsatz, ehe er 1928 von einem Schiffer im ostpreußischen Tilsit erworben wurde und seinen heutigen Namen erhielt. Auf abenteuerlichen Wegen gelangte das Schiff 1945 in den Westen, wo er für seine ebenfalls geflüchtete Eignerfamilie jahrzehntelang im Hamburger Hafen sowie auf westdeutschen Wasserstraßen fuhr, ehe er 1986 dem Deutschen Schiffahrtsmuseum übergeben wurde. Gelegentlich unternimmt der fahrfähige Schlepper Reisen.

Walfangboot "RAU IX", 1939 bei Seebeck in Wesermünde erbaut, 380 BRT
Als in den dreißiger Jahren es kurzzeitig zu einer Renaissance des in der Segelschiffszeit recht intensiv betriebenen deutschen Walfangs kam, ließ die Margarinefirma Walter Rau aus Neuß ein großes Walfangmutterschiff (WALTER RAU, 1937) sowie eine Flotte von zehn kleinen Walfangdampfern (RAU I-X) erbauen. Nach dem Krieg ging RAU IX nach Norwegen, später nach Island und dann an eine Reederei auf den Färöerinseln, ehe das Schiff 1969 nach Bremerhaven zurückkehrte und seither als schwimmender Zeitzeuge eines abgeschlossenen Kapitels deutscher Schifffahrts- und Ernährungsgeschichte im Alten Hafen liegt. "Rau IX" - Barrierefreiheit

Bergungsschlepper "SEEFALKE", 1924 bei Joh. C. Tecklenborg in Geestemünde erbaut, 3000 PS
Der mit einem Dieselantrieb ausgerüstete Hochseeschlepper SEEFALKE wurde von der renommierten Schlepp- und Bergungsfirma W. Schuchmann (mit Firmensitzen und Niederlassungen in Geestemünde, Cuxhaven und Hamburg) in Auftrag gegeben und wurde, von verschiedenen Stationen aus, zur Verschleppung von Großobjekten, aber auch zur Hilfeleistung von havarierten Schiffen eingesetzt, bevor das Schiff 1970 als historisches Relikt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. "Seefalke" - Barrierefreiheit

Unterseeboot "WILHELM BAUER", 1945 bei Blohm & Voss in Hamburg erbaut, Geschwindigkeit unter Wasser 17,2 kn
Als U 2540 wurde das Boot kurz vor Kriegsende von der deutschen Kriegsmarine in Dienst gestellt. Es gehörte zum Typ XXI, dessen ausdauernder Diesel-/Elektroantrieb eine wesentlich längere Tauchzeit ermöglichte als bei bisherigen U-Booten. Im Mai 1945 versenkte die Besatzung U 2540 bei Flensburg, erst 1957 wurde das Boot wieder gehoben, das in Kiel wieder instand gesetzt und 1960 von der Bundesmarine als unbewaffnetes Schul- und Erprobungsboot WILHELM BAUER in Dienst gestellt wurde. 1982 außer Fahrt genommen, wurde das Boot 1984 in Bremerhaven als Museumsschiff der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und untersteht seither einem eigenen Trägerverein, dem Verein Technikmuseum WILHELM BAUER e.V. Der noch heute existierende U-Bootbunker „Valentin“ in Bremen-Farge (1944/45) war auch als Produktionsstätte für den Typ XXI geplant.

Hafenschlepper "STIER", 1954 bei der Jadewerft in Wilhelmshaven erbaut, 700 PS
Das technisch Charakteristische dieses Motorschleppers sind die beiden Voith-Schneider-Propeller an der Unterseite des Vorschiffes, die anstelle einer herkömmlichen Schiffsschraube das Schiff antreiben und eine exzellente, für den Bugsierdienst in den engen Hafengewässern unbedingt nötige Manövrierbarkeit gewährleisten. 1977 wurde der Schlepper an das Deutsche Schiffahrtsmuseum übergeben und 1978 in dessen Außenbereich aufgestellt. "Stier" - Barrierefreiheit

Tragflächenboot "WSS 10", 1953 bei H.C. Stülcken Sohn in Hamburg erbaut, 25 kn Geschwindigkeit
Bei diesem Boot handelt es sich um ein Versuchsfahrzeug (Entwurf Prof. Friedrich H. Wendel), das zwischen 1953 und 1962 eine Reihe von Testfahrten absolvierte und seit 1976 als ein technikgeschichtlich besonders interessantes Objekt zu den Außenexponaten des Deutschen Schifahrtsmuseums gehört.

Hochseerennyacht "DIVA", erbaut 1985 in Ulm aus Kunststoff, Länge 13,27 Meter
1985 gewann das Boot den legendären Admiral´s Cup und wurde im April 1992 dem Museum gestiftet.

Betonrumpfschiff "PAUL KOSSEL", erbaut 1920 in Bremen, Länge 14,30 Meter
Seit 1976 auf dem Freigelände des Museums, 1988 nach alten Vorlagen restauriert.

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