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Tanzgastspiel „Die einen, die anderen“ in Bremerhaven

Im Rahmen des von der Bundeskulturstiftung geförderten Projekts „TANZLAND“ ist es gelungen, das Tanzgastspiel „Die eine die anderen“ nach Bremerhaven zu holen.

Am Freitag, dem 2. November 2018, wird das Gastspiel um 20 Uhr im Theater im Fischereihafen aufgeführt. Diese Produktion wird nur in Bremerhaven und in Berlin gezeigt.

„Die einen, die anderen“ ist eine internationale Kooperation der Tanzkompagnien „cie. toula limnaios“ mit der „cia. gira dança“. Das Stück, das in Brasilien und Berlin erarbeitet wurde, ist eine Reflexion über das Körperbild. Jeder Mensch hat und wird einen Körper haben, aber gleichzeitig ändert sich seine Vorstellung mit der Zeit. Er ist Ausgangspunkt zur Welt und verbindet uns mit ihr. Zugleich ist er Ort der Sehnsucht, des Begehrens und der Fantasie, aber auch Quelle des Utopischen, das den Blick auf seine Realität und Vergänglichkeit spiegelt. In „die einen, die anderen“ erleben 14 Menschen, wie man den Körper erfahren kann, nicht nur als gesellschaftliches und ökonomisches Produkt von Idealen und Normen, sondern in seiner Einzigartigkeit und Individualität. Der kreative Prozess der Kompagnien bestand aus gemeinsamen Recherchen und Proben, wobei später ein zweiteiliger Abend beide Ensembles wieder trennte und die einen ohne die anderen auf der Bühne tanzen. Die Spuren, die körperliche Nähe, die Erinnerung an den anderen werden in Videoprojektionen fühlbar und präsent bleiben.

„Stehende Ovationen für die vierzehn Tänzer, die sich in ihrer ersten gemeinsamen Produktion mit einem aufsehenerregenden tänzerischen Diskurs über reale und utopische Körperbilder beidseits des Atlantiks als universell präsentieren…“ schreibt die Zeitung Neues Deutschland begeistert.

Die „cia. gira dança“ ist ein 2005 in Natal von Anderson Leão und Roberto Morais gegründetes Ensemble für zeitgenössischen Tanz. Ein gelungenes künstlerisches und soziales Experiment mit behinderten und nichtbehinderten Menschen. Allen Produktionen gemein ist die Suche nach einer Ästhetik, die sowohl die besondere Unterschiedlichkeit der teilnehmenden Personen als auch deren Gemeinsamkeiten zum Ausdruck bringt.

Die in Griechenland geborene Tänzerin Toula Limnaios hat ursprünglich unter der Leitung von Pina Bausch getanzt und gründete 1996 gemeinsam mit dem Komponisten Ralph Ollertz „cie. toula limnaios“. Die preisgekrönte Kompagnie präsentiert Tanz, der sich wach, kritisch und mutig um die Menschen bemüht. Die Kompagnie tourt weltweit und ist Kulturbotschafterin des Auswärtigen Amts.

Das Gastspiel wird veranstaltet vom Kulturamt Bremerhaven mit freundlicher Unterstützung der Lebenshilfe Bremerhaven, der Cornelius-von-der-Hellen-Stiftung und des Amts für Menschen mit Behinderung.

Karten gibt es im Theater im Fischereihafen unter www.tif-bremerhaven.de oder unter  0471 9323344 (täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr).

Pressekontakt:
Dorothee Starke, Leiterin des Kulturamtes der Stadt Bremerhaven
 dorothee.starke@magistrat.bremerhaven.de
 0471 5902849

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