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OB Schulz startet Initiative: Geld für Bänke am Weserdeich ist da

Die Bänke am Lohmann-Deich sollen bis zum Beginn der Sail am 25. August wieder stehen. Auf Initiative von Oberbürgermeister Jörg Schulz macht der Magistrat die 16 800 Euro locker, die für die Fundamente der eingelagerten 24 Bänke und zwölf Papierkörbe benötigt werden. Die waren 2008 wegen der Deicherhöhung abmontiert und seither nicht wieder aufgebaut worden.

Schulz schaltete sich während seines Urlaubs in die Diskussion um die fehlenden Sitzgelegenheiten an der Kommodore-Ziegenbein-Promenade ein. „Die Zuständigkeiten sind in diesem Fall außerordentlich unübersichtlich", so der OB. „Doch daran darf doch nicht die Aufstellung der Bänke bis zum Großereignis Sail scheitern, zu dem wir Hunderttausende Besucher erwarten." In dieser Einschätzung sieht er sich durch die spontane Bereitschaft etlicher Bremerhavener bestätigt, Geld für die Bänke zu spenden.

Daher sorgte der Oberbürgermeister dafür, dass die Kosten für den Wiederaufbau aus Mitteln seines Dezernats sofort bereitgestellt werden - unabhängig von allen Zuständigkeiten, die „für Außenstehende vor allem wegen der unterschiedlichen kommunalen Hoheitsverhältnisse nur schwer verständlich sind" (Schulz). Denn in Höhe der Schleusenstraße wird der Lohmanndeich durch die unsichtbare Grenze zwischen dem Stadtbremischen Überseehafengebiet und der Stadt Bremerhaven geteilt.

Die Folge: Für den nördlichen, stadtbremischen Bereich von der Schleusenstraße bis zur neuen Kaiserschleuse ist die Hafengesellschaft bremenports zuständig. Die darf aber nur Geld für den Küstenschutz ausgeben, sodass die Mittel für Bänke, Papierkörbe oder Laternen auf dem Deich aus anderen Töpfen kommen müssen. Um die Sitzmöbel im südlichen, also Bremerhavener Deichabschnitt von der Schleusenstraße bis zum Neuen Vorhafen kümmert sich das Gartenbauamt. Dabei hat es nicht einmal etwas mit der Deichunterhaltung zu tun: Das Mähen der Grasnarbe ist ebenso Aufgabe von bremenports wie die Beseitigung von Schäden im Deich.

Das Hansestadt Bremische Hafenamt (HBH) wiederum muss als Wasserbehörde alle Eingriffe absegnen, mit denen die Sicherheit des Hochwasserbollwerks gefährdet werden könnte. Dazu gehört auch die Gründung der Fundamente für die Deichbänke, von denen derzeit zehn beim städtischen Gartenbauamt und 14 bei bremenports eingelagert sind. „Wir werden so schnell wie möglich beim HBH die Baugenehmigung für die Fundamente beantragen", versichert Leroy Czichy vom Führungsduo des Gartenbauamts. „Und dann werden wir durch zügige Vergabe der Aufträge alles tun, damit die Bänke und die dazugehörigen Papierkörbe rechtzeitig zur Sail wieder stehen."

Gut möglich, dass es nach dem Windjammer-Festival nicht bei den 24 Sitzgelegenheiten auf dem Lohmann-Deich bleibt. Denn mit den Spenden für den Wiederaufbau, der durch die Initiative des Oberbürgermeisters finanziell gesichert ist, könnten noch weitere Bänke angeschafft werden. Oberbürgermeister Schulz: „Ich danke allen Spenderinnen und Spendern und würde mich freuen, wenn sie sich an zusätzlichen Bänken beteiligten."

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