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OB Grantz: Weitere Schritte zum Werftquartier

Mit drei heute (17. Februar 2021) gefassten Beschlüssen hat der Magistrat weitere Schritte zur Realisierung des Werftquartiers eingeschlagen.

Wie Oberbürgermeister Melf Grantz als Vorsitzender der Lenkungsgruppe Werftquartier mitteilt, hat der Magistrat die nötigen Planungsmittel bereitgestellt und Aufstellungsbeschlüsse für zwei Bebauungsplane gefasst. „Wenn nun noch die zuständigen Gremien der Stadtverordnetenversammlung zustimmen, können wir mit diesem bedeutenden städtebaulichen Projekt tatkräftig weitermachen“, erklärt Oberbürgermeister Melf Grantz.

Das Stadtentwicklungsgebiet „Werftquartier“ ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Bremerhaven und des Landes Bremen, dessen Planungskosten auch die beiden Körperschaften tragen. Mit dem heutigen Beschluss des Magistrats wird der Weg geebnet, den städtischen Anteil an den Planungskosten freizugeben. Damit kann das Projektmanagement der Bestandsaufnahme, das die BIS durchgeführt hat, fortgesetzt werden. In diesem Zusammenhang sollen alle erforderlichen Fachgutachten beauftragt sowie die Bauleitplanung und die Aufstellung der Bebauungspläne vorbereitet werden. „Darüber hinaus wird damit auch die Finanzierung der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit für die Bevölkerung über die reine Bürgerbeteiligung hinaus, sichergestellt“, so Grantz.

Im September 2020 wurde der Entwurf des Büros Cobe aus Kopenhagen als Sieger eines städtebaulichen Realisierungswettbewerbs ausgewählt. Die Arbeit bietet mit einer konsequenten fingerartigen Durchgrünung und seinem Wasserbezug, dem Umgang mit den Altbauten und deren Inwertsetzung sowie einem innovativen Erschließungskonzept eine optimale Grundlage für die weitere Entwicklung des Quartiers. Die Arbeit von Cobe unterteilt das Wettbewerbsgebiet in sieben Nachbarschaften mit eigenen Qualitäten und baulichen Ausformulierungen. Nachdem bereits der Aufstellungsbeschluss für den Bereich der ehemaligen Seebeck-Werft gefasst wurde, hat der Magistrat heute zwei weitere Aufstellungsbeschlüsse für das Werftquartier auf den Weg gebracht, die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden sollen.

Der eine Bebauungsplan betrifft das Gebiet im Bereich Hochseestraße/Am Holzwerk, die sogenannte „Külken-Halbinsel“. Der Bebauungsplan soll die planungsrechtlichen Voraussetzungen als urbanes Gebiet für neue Wohnbauten und gemischte Strukturen auch als experimenteller Holzwohnungsbau in unterschiedlichsten Maßstäben schaffen, wobei eine alte Holzhalle als möglicher Produktionsstandort dienen könnte. Der zweite Bebauungsplan umfasst das Gebiet zwischen Riedemannstraße und einschließlich Ellhornstraße. Dieser Bebauungsplan soll die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen, um hier die nach dem Siegerentwurf vorgesehenen Grün-, Frei und Verkehrsflächen festzusetzen. Ferner sollen die an den Freiraum angrenzenden Quartiersstrukturen fixiert werden.

Alle Beschlüsse wurden im Magistrat einstimmig gefasst. „Ich freue mich, dass das Werftquartier auf diese Weise als großes Gemeinschaftsprojekt wahrgenommen wird“, unterstreicht Oberbürgermeister Grantz.

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