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InstaWalk gibt Einblicke in die Welt auf See

Zum Seestadtfest ging es gestern „über die Planken“

Vier in Art und Funktion unterschiedliche Schiffe haben zehn Teilnehmer des InstaWalk am gestrigen Donnerstagabend auf dem Seestadtfest – Landgang Bremerhaven besichtigt. Auf der Suche nach den schönsten Fotomotiven für den eigenen Instagram-Account wurde von den Besatzungen kostenfrei über die „Bad Bramstedt“, die „Welle“, die „Mir“ und die „Großherzogin Elisabeth“ geführt. Es ging in Bereiche, die auch während des regulären Open-Ship nicht betreten werden können, wie die Kadettenkabinen auf der „Mir“.

Die Fernseh-Berühmtheit
„Das kenne ich aus dem Fernsehen!“ platzte es aus einem Teilnehmer heraus und viele Teilnehmer stimmten zu. Denn den Anfang machte die aus der TV-Serie „Küstenwache“ bekannte „Bad Bramstedt“. Das Schiff der Küstenwache gehört zu einer Schiffsklasse von drei Patrouillenbooten der Bundespolizei. Vom Kapitän wurden die Aufgaben von Mannschaft und Schiff beim Rundgang ausführlich erklärt. Es ging unter Deck zur Heizungsanlage, zum Motorraum bis hoch auf die Brücke. Hier wurde unter anderem das weitläufige Einsatzgebiet auf einer Seekarte gezeigt. Ähnlich wie an Land ist das Streife-fahren und Präsenz-zeigen in der Nordsee auch hier das „täglich Brot“. Für einige Teilnehmer war die „Bad Bramstedt“ aufgrund der Vielfalt ihrer Einsatzmöglichkeiten nicht nur eine Überraschung, sondern auch das Highlight des InstaWalks.

Die historische Schönheit
Wie in vergangene Jahrzehnte zurückgesetzt fühlte sich der dann folgende Besuch auf dem Dampfschiff „Welle“ an. In diesem Schmuckstück steckt so viel Herzblut, was im Gespräch mit der Crew direkt spürbar wurde. Die „Welle“ wurde für eine Deutsche Mark vom Wasser- und Schifffahrtsamt abgekauft und wird seither vom Verein Dampfer Welle e.V. restauriert und wiederhergestellt. Spannend waren vor allem die historische Technik und der alte Motor. Auf Fragen nach dem schönsten Bildmotiv der Tour, fiel direkt der Name des Dampfers. Sicherlich spielte hier auch die kurz rauskommende Sonne eine Rolle.

Der imposante Windjammer
Das russische Vollschiff „Mir“ mit seinen 109 Metern Länge war für viele Teilnehmer das Highlight des InstaWalks. Zwei Kadetten unterschiedlicher Colleges haben auf Englisch über den schnellsten Rahsegler der Welt geführt und verraten, warum das Segelschiff so schnell ist: Es liegt am modernen Zuschnitt des Rumpfes und der besonderen Technik der Rahen. Diese sind mit großer Distanz zum Mast angebracht und erlauben es der „Mir“, für einen Rahsegler extrem hoch am Wind zu segeln. Spannend auch der Einblick unter Deck in den Kadettenbereich. Ein kurzer Blick in die großen Zwölfer-Kabinen durfte sogar gewagt werden, obwohl dabei ein Kadetten geweckt wurde. Auch hier fanden die Teilnehmer etliche Fotomotive wie die Trophäenwand, auf der unter anderem auch die SAIL Bremerhaven verewigt ist.

Das Schmankerl der Tour
Nachdem je ein Dampf-, Motor- und Segelschiff besichtigt wurde, ging es zum InstaWalk „Über die Planken“ weiter auf das Segelschiff „Großherzogin Elisabeth“. Steuermann Joey führte über sowie unter das Deck und verriet beispielsweise, wie lange es dauert, um die Segel zu hissen: Eine flotte Crew kann die Segel des Dreimasters in nur 20 Minuten hochziehen. Auch für diesen Segler kümmert sich ein Verein ehrenamtlich um die Instandhaltung sowie die Durchführung der Tagestörns. 60 Kojen, also Betten, sind an Bord und können so jede Menge Schiffsbegeisterte mitnehmen. Über Mithelfer an Bord freut sich die Crew bei jedem Törn – das ist aber kein Muss. Was alle Teilnehmer positiv überraschte: Die Größe der Kabinen. Im Gegensatz zur 12-Mann-Kabine auf der „Mir“, konnte man sich hier entspannt bewegen.


Mailin Knoke

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