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Großgeräte der neuesten Generation in der Radiologie am Klinikum Reinkenheide in Betrieb genommen

Insgesamt knapp 6 Millionen Euro wird das Klinikum Bremerhaven-Reinken-heide in die Modernisierung des eigenen Zentralinstitutes für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin investieren. Seit kurzem sind verschiedene neue Großgeräte, wie ein 3-Tesla-Kernspintomograph (MRT), ein Computertomograph (CT) und ein SPECT-CT im Einsatz. Mit Hilfe dieser Geräte sind diagnostische und auch interventionelle Maßnahmen nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen möglich.

Bereits im Mai 2008 begannen die Vorgespräche und Detailplanungen zur Beschaffung neuer Großgeräte für das Zentralinstitut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin im Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide. Die insgesamt sehr aufwändigen Verhandlungen mit verschiedenen Anbietern von Medizintechnik fanden ihren Abschluss nach einem zehnstündigen Verhandlungstag. Die Geschäftsführung, die Ärzte des Institutes und der Leiter der Medizin- und Informationstechnik sind sehr zufrieden mit dem Resultat: „Mit den neuen Großgeräten erweitern wir erheblich unsere diagnostischen Möglichkeiten", so Dr. med. Ernst-G. Mahlmann (Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums). „Die Verträge sichern uns eine stabile Kalkulationsgrundlage für einen Zeitraum von 10 Jahren", stellt Herr Richter (Kaufmännischer Geschäftsführer) fest. Insgesamt werden in den kommenden drei Jahren 11 neue radiologische Geräte der Firma Siemens beschafft.

Installiert sind bereits ein MRT mit einer Feldstärke von 3 Tesla, ein Mehrzeilen-CT (64 Zeilen), ein SPECT-CT und ein digitaler Röntgenarbeitsplatz. Insgesamt befinden sich damit 5 CTs im Einsatz des Klinikums. Ein weiterer digitaler Röntgenarbeitsplatz, eine 2-Ebenen-Angiographieanlage und ein zweiter Mehrzeilen-CT werden in den nächsten zwei Jahren aufgestellt. „Mit diesen Geräten sind dank der besseren Auflösung genauere Untersuchungen möglich. Selbst kleinste Störungen im Gewebe sind nun sichtbar. Außerdem werden im Vergleich zu den alten Geräten sehr viel weniger Röntgenstrahlen benötigt, um ein aussagekräftiges Bild zu erhalten.", stellt Privatdozent Dr. med. habil. Stefan Pfleiderer, Chefarzt des Zentralinstitutes, heraus. Insgesamt erweitere sich das diagnostische Leistungsspektrum.

Während ältere CTs pro Schnittbild einige Sekunden benötigen, macht der neue CT 64 Schnittaufnahmen in weniger als einer Sekunde. Untersuchungen können somit schneller und zielgerichteter vorgenommen werden. Der generierte Zeitgewinn kann in erster Linie Schwerstverletzten zu gute kommen. Zukünftig kann die Bildgebung - z. B. des Gehirns - durch den Einsatz des Hochfeld-Kernspintomographen und damit die Diagnostik von Schlaganfällen verbessert werden. Die 2-Ebenen-Angiographieanlage kann zur Durchführung von Interventionen im Gehirn, wie z.B. der Behandlung von Hirnblutungen durch Aneurysmen (Aussackungen von Hirnarterien) benutzt werden.

Alle Bilder der Radiologie sind über das vorhandene PACS System an jedem Arztarbeitsplatz im Klinikum und im OP abrufbar. Die Navigationssysteme für Gehirn- und Wirbelsäulen - Eingriffe im OP greifen unmittelbar auf die Radiologie-Daten zurück. Beides erhöht die Sicherheit und die Prozessqualität für den Patienten. Selbstverständlich können die Patienten bei Bedarf ihre Bilddaten auch auf CD für nachfolgende Behandlungen mitbekommen.

Verstärkt wird das Team des Zentralinstitutes seit Mitte des Jahres durch Dr. med. Radwan Yousef, der den Bereich für Nuklearmedizin leitet. Diagnostische Verfahren können oftmals „nur" die Anatomie des Körpers darstellen und nicht seine Funktionsweise. Hierzu sind zusätzliche Verfahren notwendig, wie sie die Nuklearmedizin bietet. In der Nuklearmedizin werden mit Hilfe von radioaktiven Signalelementen Stoffwechselwege und -funktionen im Körper verfolgt und bildlich dargestellt. Die für einen Mediziner aussagekräftigsten Aufnahmen von den Funktionen - z. B. eines bestimmten Organs - liefert hierbei der SPECT-Computertomograph. Eines dieser Geräte ist gerade am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide durch Dr. med. Radwan Yousef und seinem Team in Betrieb genommen worden.

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