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Grantz für mehr Kinderrechte: Interessen der Jugend bei Planung zu wenig beachtet

Die Rechte von Kindern und Jugendlichen müssen in der Seestadt nach Ansicht von Stadtrat Melf Grantz mehr beachtet werden. In der kommunalpolitischen Praxis werde zu oft die Vorschrift der Stadtverfassung missachtet, bei Planungen die Interessen junger Menschen zu berücksichtigen, bemängelt der Jugenddezernent. Zum Weltkindertag am Sonntag, 20. September, macht er sich dafür stark, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.

„Leider hat es in der Vergangenheit einen sehr unterschiedlichen Grad der Umsetzung von Ideen aus Kinderbeteiligung gegeben", bedauert Grantz. Eklatantes Beispiel für ihn: die Planung des Gebiets Alter/Neuer Hafen. „Damit sich eine solche Situation nicht wiederholt", so der Stadtrat, „müssen finanzielle Mittel nicht nur für den Beteiligungsprozess, sondern auch für die Umsetzung der Vorschläge von Kindern und Jugendlichen bereitgestellt werden." Für ihre Mitsprache sollten klare Rahmenbedingungen geschaffen und erfahrene Moderatoren ausgebildet werden.

Für „absolut notwendig" hält er es, im Doppelhaushalt 2010/2011 ausreichende Mittel für die Spielleitplanung lockerzumachen. Grantz: „Eine solche Planung für Geestemünde kann wichtige Erkenntnisse für die Umsetzung in der ganzen Stadt liefern." Eine finanzielle Grundlage fordert er auch für den weiteren Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren, eine verstärkte Präventionsarbeit und eine wirksame Strategie gegen Kinderarmut. Um die Vernachlässigung und Verwahrlosung von Kindern zu bekämpfen, müssten die vorhandenen Vorbeugungsangebote besser genutzt und vernetzt werden.

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