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Familienkasse kehrt zurück: Service zum Kindergeld wieder in der Seestadt

Endlich wieder Beratung zum Kindergeld: Vier Jahre nach der Schließung ist die Familienkasse in die Seestadt zurückgekehrt. In einem Modellversuch startet die Agentur für Arbeit diesen Service vier Monate lang jeweils montags. "Damit die Familienkasse auf Dauer erhalten bleibt, sollte sie rege genutzt werden", hofft Sozialstadtrat Melf Grantz.

Die Arbeitsagentur hatte 2005 die Bremerhavener Familienkasse aufgelöst und mit der in Bremen zusammengelegt. Dadurch handelte sie sich heftige Kritik der rund 25 000 Kindergeldempfänger in der Seestadt und dem Altkreis Wesermünde ein. Die mussten seither bei Fragen zum Kindergeld und Kinderzuschlag zur Bremer Familienkasse fahren oder landeten in der Warteschleife der Telefon-Hotline - ein teurer Spaß und zudem oft ergebnislos. Viele Antragsteller kapitulierten daher entnervt vor den Kosten für die Anrufe oder die Fahrt nach Bremen, so Grantz, und nahmen ihren Anspruch auf Kinderzuschlag gar nicht erst wahr.

Nach den jahrelangen Protesten ist es für den Sozialdezernenten ein erster Erfolg, dass die Agentur für Arbeit in ihrem Gebäude in der Grimsbystraße 1 bis Ende Juni jeweils montags von 12 bis 16 Uhr testet, ob die Sprechstunden der Familienkasse genutzt werden. Grantz: "Jetzt liegt es an den Ratsuchenden, das Angebot in Bremerhaven anzunehmen und damit zu beweisen, dass Bremerhaven eine solche Einrichtung braucht."

Anträge auf Kindergeld und Kinderzuschlag gibt es bei der ARGE Job-Center im Stadthaus 3, in den Bürgerbüros Mitte, "Bürger" 10 (Hanse Carré), und im Bürgerbüro Nord, Stadthaus 5, sowie bei der Kinderbeauftragten des Amts für Jugend, Familie und Frauen im Columbus-Center (3. Ebene) einschließlich der dortigen Elterngeldstelle, in den Stadtteilbüros Nord (Ferdinand-Lassalle-Straße), Mitte (Columbus-Center, 3. Ebene) und Süd (Auf der Bult 10)

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