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Engagierte Streiterin für Kultur und Wissenschaft: Gerlinde Berk soll Verdienstmedaille erhalten

Hohe Auszeichnung für Gerlinde Berk: Die langjährige Stadtverordnete und Bürgerschaftsabgeordnete soll für ihr Engagement als Kultur- und Wissenschaftspolitikerin die Verdienstmedaille der Stadt erhalten. Diesem Vorschlag von Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken stimmte heute (Mittwoch) der Magistrat einmütig zu.

Die Ehrung muss noch von der Stadtverordnetenversammlung abgesegnet werden, in der die Sozialdemokratin 1979 ihre politische Karriere begann. Als Mitglied des Kulturausschusses setzte sie sich beharrlich für die Kultur und vor allem das Stadttheater ein. „Bei jeder Spardiskussion hat Gerlinde Berk für den Erhalt des Drei-Sparten-Theaters gekämpft“, betonen Oberbürgermeister Melf Grantz und Bürgermeister Michael Teiser in ihrer gemeinsamen Beschlussvorlage für den Magistrat. Als Erfolg kann sie auch die Sanierung des Kleinen Hauses verbuchen, für die sie unermüdlich Spenden sammelte und Sponsoren gewann.

Nach drei Wahlperioden Kommunalpolitik wechselte Berk 1991 in die Bremische Bürgerschaft (Landtag), der sie 16 Jahre lang angehörte. „In dieser Zeit“, so Grantz und Teiser, „hat sie sich wegen ihres engagierten Eintretens für die Belange der Hochschulen, der Forschungsinstitute, der Professoren und Studenten hohes Ansehen, insbesondere in der Wissenschaft selbst, erworben.“ Als Sprecherin der SPD-Fraktion in der Wissenschaftsdeputation habe sie wesentlich zum Ausbau der Hochschule und des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) beigetragen. Daher sei es nur konsequent gewesen, dass sie 2006 von der Hochschule Bremerhaven mit der Ehrenbürgerwürde ausgezeichnet wurde.

Als Streiterin für die Interessen von Kultur und Wissenschaft habe sich Gerlinde Berk, wie Grantz und Teiser feststellen, weit über die Parteigrenzen hinaus hohes Ansehen erworben. Seit ihrem Ausscheiden aus dem Landtag vor vier Jahren setzt sie ihr Engagement für das kulturelle Leben der Stadt als Vorsitzende des Theaterfördervereins fort.

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