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Diskussion um Zukunft des Flughafens: OB Schulz holt Mieter an Runden Tisch

In der Diskussion um die Zukunft des Regionalflughafens Luneort ergreift Oberbürgermeister Jörg Schulz die Initiative. In einer Informationsveranstaltung will er die Mieter des Flugplatzes an den Runden Tisch holen, um sie davon zu überzeugen, dass sich der geplante Offshore-Terminal und der Flugbetrieb unter einen Hut bringen lassen.

„Unser Ziel ist es, die Beeinträchtigungen des Flugplatzes möglichst zu minimieren und auch die weitere Nutzung der Querlandebahn zu ermöglichen“, versichert der Oberbürgermeister in seiner Einladung an fünf Betriebe und zwei Luftverkehrsvereine sowie das Alfred-Wegener-Institut als Betreiber des Polarflugzeugs. Schulz verhehlt nicht, dass der Hafen für die Windenergiebranche in der Einflugschneise der Haupt-Start- und Landebahn liege und es daher zu einem Konflikt zwischen Windkraft und Flugbetrieb kommen könne.

Das Gespräch am Runden Tisch soll am Mittwoch, 10. November, im Stadthaus 1 über die Bühne gehen. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Flugplatzbetriebsgesellschaft und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS, so Schulz, liege ihm daran, den Mietern den Stand der Planungen zu präsentieren und ihnen „ein wenig von der Unsicherheit über die Zukunft des Flugplatzes zu nehmen“. In seinem Schreiben verweist er darauf, dass seit etwa zwei Jahren der Offshore-Terminal am Blexer Bogen geplant und in diesem Zusammenhang die Vereinbarkeit zwischen Flughafen und Ausbau der Hafeninfrastruktur diskutiert werde.

Schulz: „Ziel des Hafenbaus ist es, der Offshore-Windbranche ideale logistische Bedingungen am Standort Bremerhaven zu bieten, um die Unternehmen bei der weiteren Expansion zu unterstützen.“ Damit würden bestehende Jobs gesichert und zusätzliche neue geschaffen. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Senators für Wirtschaft und Häfen habe mehrere Alternativen für einen solchen Hafen geprüft. Das Ergebnis: Ein Standort am Blexer Bogen sei technisch geeignet und könne daher genehmigt werden. Beim bevorstehenden Planfeststellungsverfahren gehe es nun um die Klärung offener Fragen und die Genehmigung des neuen Hafens.

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