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Corona-Fälle auf der Lloyd Werft

450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Schichtbeginn getestet

Die Lloyd Werft ist am Montag dieser Woche darüber informiert worden, dass ein Mitarbeiter einer Partnerfirma bei der Einreise in sein Heimatland positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Die Partnerfirma ist beim derzeitigen Neubau in der Werft eingebunden. Daraufhin hat die Lloyd Werft in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und dem Werksarzt vom Werksarztzentrum (WAZ) entschieden, alle anderen rund 70 Kollegen dieses Mitarbeiters vorbeugend in deren jeweilige Wohnungen in Bremerhaven zu belassen. Außerdem wurde für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Durchführung eines Corona Tests über den Werksarzt und über die Bremerhavener Corona-Ambulanz organisiert.

Die Testergebnisse haben ergeben, dass sich drei weitere Mitarbeiter der Partnerfirma mit dem Coronavirus infiziert haben und sich für die nächsten 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben müssen. Unter Einbeziehung des Hafengesundheitsamtes wurde in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und dem Werksarzt die weitere Vorgehensweise festgelegt, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Neben den positiv getesteten Mitarbeitern, die sich für zwei Wochen direkt in häusliche Quarantäne begeben mussten, werden auch alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Partnerfirma, bei denen sich negative Testergebnisse ergaben, gemäß den Vorgaben des Gesundheitsamtes nicht auf der Werft eingesetzt. In Abhängigkeit der Kontaktintensität können diese erst nach einem zweiten negativen Test nach sechs Tagen oder dem Ablauf der behördlichen Quarantäne ihre Arbeit auf der Werft wiederaufnehmen.

Darüber hinaus wurden heute (24. 07.2020) gegen 6 Uhr zu Schichtbeginn bei allen anderen rund 450 Mitarbeitern, die an Bord des Neubaus arbeiten, zur weiteren Sicherheit kurzfristig Corona-Tests durchgeführt. Die Testergebnisse liegen spätestens am kommenden Montag vor. Heute wird mit mindestens der Hälfte der Ergebnisse gerechnet.

„Aufgrund des schnellen Handelns der Lloyd Werft in Verbindung mit dem Werksarzt und dem Bremerhavener Krisenstab, habe ich die Hoffnung, dass ein großes Cluster ausbleibt“, so der Leiter des Krisenstabes und der Leiter des Gesundheitsamtes, Ronny Möckel. „Zum jetzigen Zeitpunkt muss ein ausdrückliches Lob an die Lloyd Werft, deren Partnerfirma und deren Betriebsärztlichen Dienst gerichtet werden. Die Transparenz der Informationen und die Zusammenarbeit zwischen Werft und Behörden sind ein Beispiel für ‚typisch Bremerhaven‘ im allerbesten Sinne.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Wohnungen in Bremerhaven, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Die Unterkünfte werden und wurden durch das Gesundheitsamt angesehen, sodass eine weitere Ausbreitung in den jeweiligen Haushalten weitestgehend ausbleibt. Die infizierten Mitarbeiter befinden sich nun alle zusammen in einer Wohnung.

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