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Care and Case Manager: Erste vollausgebildete Fallmanagerinnen und Fallmanager zertifiziert

Das Jobcenter Bremerhaven freut sich über die ersten zertifizierten Fallmanagerinnen und Fallmanager in den eigenen Reihen. Mit Frau Patricia Hanstein, Herrn Holger Henken, Herrn André Oetting sowie Frau Hildegard Wojtasik-Marx verfügt das Jobcenter jetzt über vier voll ausgebildete und nach Standards der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) anerkannte Fallmanagerinnen und Fallmanager.

Friedrich-Wilhelm Gruhl, Geschäftsführer des Jobcenters Bremerhaven: „Die nunmehr zertifizierten Fallmanagerinnen und Fallmanager werden unsere hilfebedürftigen Kunden noch zielgerichteter betreuen und auf eine Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt vorbereiten können.“

Nachdem die mit der Aufgabe des beschäftigungsorientierten Fallmanagements betrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit 2008 verschiedenste Qualifizierungsbausteine durchlaufen, an Supervisionsreihen teilgenommen, selbstorganisierte Arbeitsgruppen zu Fallbesprechungen abgehalten und jeweils eine Abschlussarbeit abgeliefert haben, wurden vom Bildungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit seit Juni 2012 nunmehr die ersten Zertifizierungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jobcenters Bremerhaven ausgestellt. Aufgrund unterschiedlicher beruflicher Vorerfahrungen variiert auch der Inhalt und Umfang der notwendigen Qualifizierungsmodule.
Entsprechend nähern sich weitere Kolleginnen und Kollegen der Ziellinie ihrer offiziellen Zertifizierung als formalen Nachweis von erlangter hoher Fachlichkeit und Kompetenz. Mit der Einführung des SGB II wurde 2005 das Tätigkeitsfeld des beschäftigungsorientierten
Fallmanagements nach Vorbildern aus dem Sozial- und Gesundheitswesen konzipiert, um Personen mit multiplen Problemlagen in einem intensiven Beratungsprozess zu Integrationsfortschritten und damit zur Rückkehr in Beschäftigung zu verhelfen. Auch wenn die Fallmanagerinnen und Fallmanager bei speziellen Unterstützungsbedarfen wie der Suchtbewältigung o. ä. in Lotsenfunktion und nicht als Spezialisten agieren, stellt das Aufgabenspektrum an die Integrationsfachkräfte sehr hohe Anforderungen. So ist neben einer fundierten
Gesprächskompetenz und vielfältigen Beratungsmethodik auch vertieftes Anwenderwissen auf verschiedenen Handlungsfeldern erforderlich.

 

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