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Beeindruckt vom Hafengeschehen - Präsident Maltas auf Staatsbesuch in Bremerhaven

Der Präsident der Republik Malta, Dr. George Abela, hat im Rahmen seines Deutschland-Aufenthaltes gemeinsam mit einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation die Seestadt Bremerhaven besucht. Die Visite ist Teil des zweitägigen Besuchs im Land Bremen. Wesentliche Punkte des Programms in Bremerhaven waren der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt sowie die Besichtigung des Containerterminals. Die im Mittelmeer gelegene Republik Malta will ihre Hafenaktivitäten ausbauen und zu einem zentralen Umschlagsplatz im Mittelmeerraum werden.

Dementsprechend begeistert zeigte sich Präsident Abela von der Logistik und dem Ausbaustand auf dem Bremerhavener Containerterminal. Mit einer Gesamtlänge von fast fünf Kilometern ist die Stromkaje die längste zusammenhängende Containerkaje der Welt. Im vergangenen Jahr wurden in Bremerhaven 5,8 Millionen Container verladen. Damit ist die Seestadt der viertgrößte Containerhafen in Europa und rangiert unter den Top 20 der Weltrangliste.„Es ist wirklich beeindruckend, mit welcher Dynamik der Hafenumschlag hier in Bremerhaven und im Land Bremen abläuft. Das ist für uns ein hervorragendes Beispiel eines modernen und leistungsfähigen Hafens, wie wir ihn auf Malta ebenfalls ausbauen wollen“, sagte Dr. George Abela.

Beeindruckt zeigte sich der maltesische Präsident auch von den Stellplatzkapazitäten im Autoumschlag und der Umschlagsmenge in diesem Marktsegment. Allein im vergangenen Jahr wurden in Bremerhaven rund 2,1 Millionen Fahrzeuge verladen. Damit ist die Seestadt der führende Autoumschlagshafen in Europa.

Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner, der den Staatsgast gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteher Artur Beneken begrüßte, betonte die guten und intensiven Beziehungen zwischen dem Inselstaat Malta und Bremen. „Sowohl die Republik Malta als auch die Freie Hansestadt Bremen sind wirtschaftlich maritim geprägt. Darüber hinaus gibt es seit dem Jahr 2012 an der Universität Bremen das Malta-Zentrum zur Erforschung der maltesischen Sprache.“ Malta ist seit 1965 unabhängig und am 1. Mai 2004 der Europäischen Union beigetreten.

Im weiteren Programmverlauf tauschen sich Präsident Abela und Vertreter der Hafenwirtschaft sowie der Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernent Melf Grantz im Rahmen eines Abendessens zu weiteren wirtschaftlichen Themen aus. Am morgigen Donnerstag besucht der maltesische Präsident unter anderem das Malta-Zentrum an der Universität Bremen.

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