Grundwasseranstieg Wulsdorf

In Bremerhaven-Wulsdorf wurde bis Mai 2016 jahrzehntelang Trinkwasser gewonnen. Als Begleiterscheinung der Förderung stellte sich der Grundwasserspiegel auf ein abgesenktes Niveau ein. Nach der Stilllegung stieg der Grundwasserspiegel etwa ein Jahr lang auf seine natürliche Höhe.
Das beeinträchtigte die umliegenden Gebäude, die teilweise unter dem natürlichen Grundwasserspiegel errichtet wurden.

Der Magistrat der Stadt Bremerhaven und wesernetz Bremerhaven haben auf freiwilliger Basis den Hilfsfonds Wulsdorf aufgelegt. 1,2 Millionen Euro stehen seitdem für Hilfsmaßnahmen im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe bereit.

Die im Rahmen des Hilfsfonds durchgeführten Untersuchungen an den Gebäuden haben gezeigt, dass vielfältige Schadensbilder in unterschiedlicher Ausprägung vorliegen. Das von der swb vorgeschlagene Auszahlungsmodell an die Betroffenen fand innerhalb der Bremerhavener Politik keine Zustimmung.

Nun soll nach nachhaltigeren Lösungen durch den Magistrats gesucht werden. Eine erste Idee – das Wasser über eine tiefliegende Drainageleitung abzuführen – stellte sich als nicht genehmigungsfähig heraus(PDF 10,2 MB)Logo der Creative Commons Lizenz »Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0« (CC BY-NC-ND 3.0).

Daraufhin wurde die Ingenieursgesellschaft Dr. Schmidt, Stade, beauftragt, eine Untersuchung(PDF 127,1 KB)Logo der Creative Commons Lizenz »Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0« (CC BY-NC-ND 3.0) über die wasserwirtschaftliche Realisierbarkeit von Maßnahmen zur Absenkung des Grundwassers in Auftrag zu geben.

Die Ergebnisse liegen in verschiedenen Szenarien vor und müssen nun auf die Realisierbarkeit hin abgeprüft werden. Zur weiteren Ermittlung der Planungsgrundlagen und der Verfeinerung des hydrogeologischen Grundwassermodells wird seit Anfang 2020 ein Pumpversuch durchgeführt. Ergebnisse werden nicht vor Ende 2020 erwartet.