Cities2030

Co-creating resilient and sustainable food systems towards FOOD2030 | Förderperiode 2014-2020

Förderprogramm: Horizont 2020
Laufzeit: 1.10.2020 - 30.9.2024 (48 Monate)
Fördersumme: 11.779.827,25 €
Leadpartner: Universität Venedig
 
 

In Bremerhaven hat die Nahrungsmittelindustrie traditionell einen sehr hohen Stellenwert. In der Fischverarbeitung nimmt Bremerhaven bundesweit eine Spitzenposition ein; die Vielzahl von Start-ups in der Lebensmittelbranche belegt, dass hier in Bremerhaven ein hochinnovatives Zukunftsfeld extistiert.

NEWS:

Erstes Bremerhavener LIVING-Lab Treffen

Am 8. November 2021 fand in der Ernst-Reuther-Schule ein erstes Living-Lab (LL) des Bremerhavener Projektteams, bestehend aus Vertreter+innen des ttz, der Firma biozoon und der EU- und Wissenschaftsreferentinnen des  Referats für Wirtschaft, mit Bremerhavener Vertreter*innen der Zielgruppen „Schwangere und Mütter mit Säuglingen und Kleinkindern“, „alte und einsame Menschen“, „Power für Sportler:innen“ und „Hilfe bei Schul- und Stadtgärten“ statt. Nach der Projektvorstellung wurden in Arbeitsgruppen Ideen und Maßnahmen für eine sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Ernährung und Ernährungsbildung entwickelt.


Nach der Auswertung und Überprüfung der Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen sollen in einem nächsten Treffen im Frühjahr 2022 die Ergebnisse aus dem Workshop besprochen und geeignete Maßnahmen ausgewählet und weiterentwickelt werden.

Die Präsentation zum Living Lab am 8.11.2020: Cities 2030 Projekt: Erstes Living-Lab Treffen 08. Nov. 21 

Foodtrails - a receipe for local inclusion, Website und Artikel
© MUFPP - MILAN URBAN FOOD POLICY PACT

Im Rahmen der internationalen Konferenz "Farm to Fork 2021" am 14. Oktober 2021 hat das Cities2030 Projekt an der Veröffentlichung Foodtrails - A receipe for local inclusion mitgewirkt. 

Das Thema Ernährung geht allerdings weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus. Als Oberzentrum hat Bremerhaven sehr viele Ein- und Auspendler aus der Region die, in Bremerhavens Lebensmittelindustrie arbeiten, hier einkaufen und die Freizeitangebote der Stadt nutzen. Besonders im Hinblick auf  zukunftssichere und  verbraucherzentrierte Nahrungsversorgungsysteme kann das das Horizont2020-Projekt CITIES 2030 dazu beitragen, kurze Lebensmittelversorgungsketten zwischen Städten und Regionen zu schaffen, in denen auch die Verbraucher*innen einbezogen und zu aktivem Engagement bewegt werden.

Das Projekt stärkt überdies den Wissenschaftsstandort Bremerhaven, der sich durch enge Kooperation zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur auszeichnet und dessen besondere Kompetenz die verständliche Vermittlung von Forschung in die Gesellschaft über verschiedene innovative Informationsformate und Veranstaltungen ist. Dem Referat für Wirtschaft eröffnet sich in diesem Projekt die Möglichkeit, in einem interdisziplinären Team den Wissenschaftsstandort Bremerhaven zu stärken und Forschung innovativ und gesellschaftsnah zu unterstützen und zu vermitteln.

Die Förderung und Entwicklung widerstandsfähiger und nachhaltiger Lebensmittelversorgung in Städten, Stadtrandgebieten und ländlichen Gebieten rund um die Städte, Basierend auf dem "City Region Food System" Model (CRFS) der Vereinten Nationen, stärkt die Verbindungen zwischen Stadt und Land.

Die Vision von CITIES2030 besteht darin, kurze Lebensmittelversorgungsketten im Sinne der CRFS zu verbinden. Interdisziplinär kooperieren 41 Partner aus 19 Ländern aus Forschung, Technik, IT, Lebensmittelwirtschaft und-produktion, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft in CITIES2030 in Form von Pilotprojekten und Living/Policy Labs in insgesamt 50 Städten, die folgende Ziele verfolgen:

  • Ernährungssicherheit für Stadt- und Landbewohner mit ausreichender, nahrhafter, sicherer und erschwinglicher Nahrung, die den individuellen Ernährungsbedürfnissen, Lebensmittelpräferenzen und der lokalen Kultur entspricht. 
  • Lebensgrundlagen und wirtschaftliche Entwicklung für alle Akteure der Nahrungsmittelkette und Verbraucher
  • Nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und Minimierung der Umweltauswirkungen.
  • Soziale Einbeziehung und Gerechtigkeit aller Akteure der Nahrungsmittelkette und der Verbraucher. 

 

Ein besonderer Schwerpunkt in Bremerhaven ist die Ernährungsbildung. Dazu werden sogenannte Living Labs und Policy Labs durchgeführt, moderierte lokale Workshop- und Diskussionsformate, bei denen die partizipative Entwicklung guter Praktiken, neuer Ideen und interdisziplinärer Ansätze im Vordergrund stehen.

Das Living Lab Bremerhaven schafft in den drei Handlungsfeldern Konsumenten, Produzenten und Verwertung über Multiplikatoren z. B. Kitas, Schulen, Stadtgärten, Pflegeheime / soziale Einrichtungen, Dachverbände, etc. einen guten und niederschwelligen Zugang auf Quartiersebene und sorgt für eine praktikable Verankerung vor Ort.

Im Policy Lab wird der Fokus etwas weiter gestellt. Durch ein moderiertes Netzwerk aus Politik und Verwaltung, Mittelstand, Bürger:innen und Wissenschaft sollen:

  • bereits bestehende Ansätze gebündelt werden,
  • innovative Ansätze aus der Ernährungsforschung integriert und erprobt werden,
  • Wege zu einem politischen Rahmen für die eine resiliente, nachhaltige und regionale Lebensmittelversorgung in Bremerhaven und Umland geebnet werden, u. a. um die Ernährungsarmut von Kindern und älteren Menschen zu bekämpfen und die Gemeinschaftsverpflegung im Sinne von nährstoffhaltigen, regionalen Lebensmitteln zu verbessern,
  • regionale Versorgungs- und Lieferketten (sog. City Region Food Systems) unterstützt und das Ernährungswissen der Bevölkerung verbessert werden.

Über die Zusammenarbeit mit dem Ernährungsrat und den Akteur:innen aus der WSL-Initiative sollen die Ernährungsbildung gefördert und Ernährungsströme zwischen Bremerhaven und dem Umland verbessert und verstetigt werden. Weitere Ansprechpartner sind Schulen, Kitas, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Betriebskantinen und Großküchen sowie das lebensmittelproduzierende Gewerbe.

Bewusstseinsbildende Maßnahmen sollen neue und kreative Ideen und Innovationen aufgreifen und erproben und so dazu beizutragen, dass vor Ort reale Projekte und Kooperationen entstehen durch:

  • Unterstützung des Ernährungsrates und der WSL-Initiative,
  • Einbeziehung des Regionalforums Unterweser,
  • Living- und Policy-Labs: Veranstaltungen / Workshops zu Ernährungsthemen, die in Bremerhaven und den umgebenden Landkreisen relevant sind,
  • Multiplikator:innenarbeit in den Quartieren,
  • Überregionale Veranstaltungen online / hybrid / vor Ort.

Besonders im Hinblick auf zukunftssichere und verbraucher:innen-zentrierte Nahrungsversorgungsysteme kann das Horizont2020-Projekt CITIES 2030 auch dazu beitragen, kurze Lebensmittelversorgungsketten zwischen Städten und Regionen zu schaffen und zu verstetigen, in denen auch die Verbraucher:innen einbezogen und zu aktivem Engagement bewegt werden (City Region Food System etablieren und verstetigen).

Das Projekt stärkt überdies den Wissenschaftsstandort Bremerhaven, der sich durch enge Kooperation zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur auszeichnet und dessen besondere Kompetenz die verständliche Vermittlung von Forschung in die Gesellschaft über verschiedene innovative Informationsformate und Veranstaltungen ist. Dem Referat für Wirtschaft eröffnet sich in diesem Projekt die Möglichkeit, in einem interdisziplinären Team den Wissenschafts- und Lebensmittelstandort Bremerhaven zu stärken und Forschung innovativ und gesellschaftsnah zu unterstützen und zu vermitteln.

Beteiligte Regionen und Städte:

Università IUAV di Venezia (Italy)/Leadpartner, EPC - European Project Consulting Srl (Italy), Gemeentebestuur Brugge (Belgium), VIVES University College (Belgium), İstanbul Avrupa Araştırmaları Derneği – IAAD (Turkey) (Projectmanagement/Consulting), INAGRO (Belgium), Provinciaalevap Erevnitiko Idrima P.L. – UNRF (Cyprus), Razvojna agencije Grada Velika Gorica VE-GO-RA (Croatia), Inventivna rjesenja (Croatia), Vejle Kommune (Denmark), Quantitas Srl (Italy), Into Seinäjoki Oy (Finland), Proagria Etela-Pohjanmaa ry (Finland), Smart & Lean Hub oy (Finland), Magistrat der Stadt Bremerhaven (Germany), Verein Zur Förderung des Technologietransfers (ttz) (Germany), Biozoon Gmbh (Germany), Ayuntamiento de Quart de Poblet (Spain), Socialinnolabs (Spain), Universidad Politécnica de Madrid (Spain), Waterford Institute of Technology (Ireland), MATIS OHF (Iceland), Future Food Institute (Italy), Vidzeme Planning Region (Latvia), Latvian Lauku Forums – LLF (Latvia), Association Green Growth Platform Skopje (North Macedonia), AG Futura Technologies Dooel Skopje (North Macedonia), City Hall of Iaşi (Romania), Academia Romana – Filiala Iaşi (Romania), ITC – Innov. Technology Cluster Murska Sobota (Romania), Correlate As (Norway), Comune di Vicenza (Italy), Stichting VU (Netherlands), Mestna občina Murska Sobota (Slovenia), Université du Luxembourg (Luxembourg), Union of Cyprus Communities (Cyprus), Primelayer, Unipessoal, Lda (Portugal), Rigas Tehniska Universitate (Latvia), Cité de l’Agriculture (France), Gemeente Haarlem (Netherlands)

Verantwortliche Stelle Bremerhaven:
Magistrat Bremerhaven, Claudia Harms, Referat für Wirtschaft/EU-Koordinationsstelle

 

Marker Icon SchattenMarker Icon
Stadtplanausschnitt
Stadtplanausschnitt

Hier finden Sie uns

Referat für Wirtschaft, EU-Koordinationsstelle

Barkhausenstr. 22
27568 Bremerhaven
Zum Stadtplan
Route planen
Fahrplanauskunft VBN

Anschrift

Referat für Wirtschaft, EU-Koordinationsstelle
Barkhausenstr. 22
27568 Bremerhaven
Zum Stadtplan
Route planen
Fahrplanauskunft VBN

Kontakt

Claudia Harms
EU-Koordinationsstelle
 0471 590 3396
 claudia.harms@magistrat.bremerhaven.de

Für diesen Artikel wurden folgende Schlagworte vergeben