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Zukunftswerkstatt Rudloffstraße im Blickpunkt: Interview mit afz-Quartiersmeister Jens Rillke

Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung des Entwicklungsgebietes macht aus Sicht der Quartiersmeisterei Hoffnung für die Alte Bürger.

Das Entwicklungsgebiet Rudloffstraße umfasst 19 Hektar in direkter Innenstadtlage. Viel Potenzial zwischen City und Hafen. Schließlich liegt das Areal genau zwischen der Barkhausenstraße und der Alten Bürger, begrenzt von Lloyd- und Rickmersstraße. Von der Entwicklung des Gebietes sind vornehmlich die Anwohner und Anrainer der „Alten Bürger“ betroffen. Dort gab es massive Befürchtungen, dass eine mögliche Bebauung des Gebietes zur Einschränkung der Lebensqualität dort führen werde. In einer 2-tägigen Zukunftswerkstatt haben nun rund 40 Teilnehmer ihre Ideen und Wünsche über die Planung des Gebietes ausgetauscht - ergebnisoffen. Dabei konnten einige Bedenken entkräftet werden. Der afz-Quartiersmeister der Alten Bürger, Jens Rillke, hat im Interview mit Marco Butzkus verraten, dass er die Entwicklung der Rudloffstraße durchweg positiv sieht.

Frage: Was bedeutet die Entwicklung des Gebietes Rudloffstraße für die Alte Bürger?

Jens Rillke: Potenzial! Die Fläche ist derzeit eine Art Schranke zwischen der Alten Bürger und dem Deich. Sie sieht auch nicht sehr schön aus. Eine Planung des Geländes ist aus Sicht der Menschen in der Alten Bürger, speziell der Anwohner, durchaus sinnvoll und wünschenswert. Das Areal könnte ja zur Attraktivitätssteigerung des ganzen Gebietes beitragen – also auch der Alten Bürger.

 

Frage: Gibt es auf der Alten Bürger keine Befürchtungen dazu?

Jens Rillke: Doch, natürlich gibt es auch ein paar Kritiker. Einige Anwohner befürchten, dass man ihnen durch eine zu hohe Wohnbebauung die Aussicht auf den Deich nimmt. Auch ein Verlust der Freiflächen, Freiräume und Grünflächen wird befürchtet. Durch die Bürgerbeteiligung an der Zukunftswerkstatt hat aber jeder die Möglichkeit, sich dort einzubringen und einzuwirken. Der gesamte Entwicklungsprozess ist ja komplett ergebnisoffen. Das war den Veranstaltern der Werkstatt sehr wichtig.

 

Frage: Wie beurteilst Du die Zukunftswerkstatt nach dem ersten Treffen?

Jens Rillke: Ich beurteile den derzeitigen Prozess durchweg positiv. Die Menschen hier aus der Alten Bürger haben ja, seit der ersten Kenntnisname um die mögliche Entwicklung des Geländes, daraufhin gedrängt, dass es eine offene Beteiligung gibt. Diesem Wunsch wurde stattgegeben. Die Zukunftswerkstatt selber hat beim Auftakttreffen schon gezeigt, dass es da ganz spannende Entwicklungen geben kann, die in ganz andere Richtungen gehen könnten, als von den Anwohnern der Alten Bürger zunächst befürchtet wurde.

 

Frage: Wie beteiligt sich die Alte Bürger denn an der Planung in der Zukunftswerkstatt?

Jens Rillke: Die Werkstatt wurde ja von der BIS gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt und der Quartiermeisterei ins Leben gerufen. Allen Beteiligten war dabei dabei besonders wichtig, dass der Prozess völlig ergebnisoffen bleibt. Somit beteiligt sich die Alte Bürger auch nicht als Institution, sondern deren Anwohner, Eigentümer und Geschäftsleute als Personen. Die von der BIS beauftragte Firma IPG aus Oldenburg, die das Konzept zur Zukunftswerkstatt erstellt hat, hat da, meiner Einschätzung nach, einen sehr guten Job gemacht. Das war wirklich sehr innovativ und professionell. Großartig war, dass alle Beteiligten – egal ob Anwohner oder Investor - ihre „Rollen“ einfach über Bord geworfen und das Gebiet neu „überdacht“ haben. Dabei sind ein paar fantastische Ideen entstanden, die gerade zusammengefasst werden. Mitte Juni soll das Ganze dann vorgestellt werden. Das wird spannend.

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