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Gesundheitsbehörde soll handeln

Der für das Gesundheitsamt zuständige Stadtrat Paul Bödeker fordert die Landesgesundheitsbehörde auf, den Versorgungsauftrag für die Kinderklinik und die Neonatologie in Bremerhaven sicherzustellen.

„Ameos ist zum wiederholten Mal nicht in der Lage, den neonatologischen Versorgungsauftrag zu erfüllen, deshalb muss nun die Gesundheitssenatorin handeln“, fordert Bödeker, der dabei die volle Unterstützung des Magistrats hat.Nach Informationen des Magistrats können die Ameos-Kliniken die Versorgung der Frühgeborenen in Bremerhaven kurz- bis mittelfristig nicht mehr sicherstellen. „Meine Gespräche und Abstimmungsrunden, die ich seit Januar dieses Jahres im Auftrag des Magistrats geführt habe, brachten bisher leider keine gemeinsame Lösung.“ Ameos sei es nicht gelungen, die Personalsituation bei der Frühchenversorgung (Level 2) zu verbessern. Aus Sicht des Magistrats besteht allerdings ein akuter und dringlicher Handlungsbedarf, um den Versorgungsauftrag für die Neonatologie weiterhin zu erfüllen. Vor diesem Hintergrund fordert der Magistrat die Senatorin für Gesundheit auf, gegebenenfalls unter Beteiligung der Kostenträger zügig und verbindlich eine Entscheidung zur Sicherstellung der Frühchenversorgung (Level 2 Neonatologie) zu treffen. Die von Ameos geforderte Übertragung eines Versorgungsauftrags für die Kardiologie müsse aus Sicht des Magistrats von der Frage der Frühchenversorgung getrennt betrachtet werden. „Die anhaltende Hängepartie bei der Versorgung von Risikoschwangeren in Bremerhaven muss unbedingt schnell beendet werden, da sie ein schlechtes Bild auf die Gesundheitsversorgung im Oberzentrum Bremerhaven vermittelt“, betont Stadtrat Bödeker. Das städtische Klinikum Bremerhaven Reinkenheide habe ihm gegenüber erklärt, dass es sowohl die kinder- -und jugendmedizinische als auch die neonatologische Versorgung übernehmen könne.