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Barbie, Lego & Co. - Sommerausstellung im Historischen Museum

Historisches Museum Bremerhaven präsentiert Spielzeug der 1960er Jahre

Als Auftakt zur großen Sommerausstellung „Die 1960er Jahre – Aufbruch in eine neue Zeit“ (24.06.-29.10.2017) zeigt das Historische Museum Bremerhaven ab sofort in der Neuzugangsvitrine eine kleine Ausstellung mit Spielzeug aus den 1960er Jahren. Die Grundlage dafür bildet eine umfangreiche Stiftung der Schwestern Kathrin Christiansen und Christiane Christiansen-Plander, die mit ihrer jüngeren Schwester Etha in den 1950er und 1960er Jahren in Bremerhaven-Mitte aufwuchsen.

Zu den Highlights der Ausstellung zählt ein funktionsfähiger, elektrischer Kinderherd, auf dem richtig gekocht wurde. Mit einem kleinen Kaffeefilter aus Porzellan und passenden Filtertüten bereiteten die Schwestern außerdem Kaffee zu, den sie aus einem pastellfarbenen Service tranken. Diese Spielsachen sollten Mädchen auf ihre künftige Rolle als Hausfrau vorbereiten.

Großer Beliebtheit erfreuten sich in den 1960er Jahren auch neue Spielsachen aus robustem Kunststoff. Mit den in Dänemark entwickelten Lego-Steinen bauten Mädchen und Jungen Gebäude und Fahrzeuge. Traum vieler Mädchen war eine Barbiepuppe. Die Ausstellung zeigt ein frühes Modell 850 des „teen age fashion model“ (um 1962) in einem schicken rot-weißen Kleiderset mit farblich passendem Schal, Handtasche und Handschuhen. Für Barbie bot der Hersteller Mattel auch eine Vielzahl an Zubehör an. Ausgestellt werden das Set „beauty bath“ mit Lockenwicklern, Kosmetiktüchern und weiteren Utensilien aus dem Badezimmer sowie das Freizeitset „leisure hours“ mit Fernsehapparat, Telefon, Getränk und Besen.

Weit weniger bekannt sind Tutti und Todd, die jüngeren Geschwister von Barbie. Für die sechsjährigen Zwillinge stellte Stifterin Kathrin Christiansen mit Schere, Kleber und Nähnadel Schultornister, Hefte, Mappen und Stifte aus Streichholzschachteln, Stoff, Papier und Zahnstochern her.

In einer Schubladenvitrine werden Fotos der Schwestern mit ihren Spielsachen, Lego-Anleitungen, Barbie-Prospekte sowie Kaugummi-Sammelbilder aus den 1960er Jahren präsentiert. Das Brettspiel „Unser Bremerhaven“ spiegelt schließlich mit seiner ausführlichen Spielbeschreibung das Selbstbewusstsein der Seestadt in einer Zeit des Aufbruchs anschaulich wider.

„Bei den Objekten in der Ausstellung handelt es sich ausschließlich um Spielsachen, die drinnen genutzt wurden“, erläutert Dr. Kerstin Ras-Dürschner, die die Schau konzipiert hat. „Die Fotos, die in der Sommerausstellung zu sehen sein werden, zeigen dagegen, wie Kinder in den 1960er Jahren draußen spielten. Damit ergänzen die dreidimensionalen Exponate anschaulich den Blick auf die Kindheit vor 50 Jahren.“

In der Neuzugangsvitrine im Erdgeschoss wird regelmäßig eine Auswahl an Exponaten, Dokumenten und Fotos präsentiert, die dem Museum in letzter Zeit gestiftet wurden. Die neue Ausstellung ist ab sofort bis zum 29.10.2017 während der Öffnungszeiten des Museums dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Historisches Museum Bremerhaven