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Entrance to the River Geeste

Der Ausbau des Geestevorhafens (1921 bis 1925) in die heutige Form muss mit der großen Erweiterung des Fischereihafens nach dem Ersten Weltkrieg in Verbindung gebracht werden. So wurde der Fischereihafen II 1926 bis 1928 angelegt, aber auch der Bau der 1925 eingeweihten Doppelschleuse und des Schleusenvorhafens (1922 bis 1925) sind hier zu erwähnen.

In seiner Vorform ist der Geestevorhafen bzw. die Geestemündung vor allem als Schlepperstation hervorzuheben. Vor 1900 war die 1873 in Bremen gegründete Bugsirgesellschaft „Union“ die führende Schlepperreederei auf der Unterweser. Zumindest seit den 1890er Jahren, wenn nicht schon früher, lagen in der Geestemündung einige „Union“-Schlepper in Bereitschaft und warteten auf entsprechende „Jobs“, wie man Schleppaufträge in einschlägigen Fachkreisen zu nennen pflegt.

Wegen einer kurzsichtigen Geschäftsführung geriet trotz einer florierenden Schifffahrtskonjunktur die „Union“ in die Krise, musste sich nach 1900 aus dem Schleppgeschäft zurückziehen und wurde 1914 aufgelöst.

Das Erbe der „Union“ übernahm die 1890 in Bremen gegründete Schleppschiffahrtsgesellschaft „Unterweser“ (SGUW), seit 1923 Unterweser Reederei AG (URAG, seit 1961 GmbH, das zugkräftige Kürzel besteht aber nach wie vor). Diese Reederei hält auch heute noch eine führende Position im Schleppwesen auf der Unterweser inne. Nachdem die SGUW in Bremerhaven zunächst mit freien Agenten gearbeitet, damit aber nicht immer gute Erfahrungen gemacht hatte, legte sie 1901 einen eigenen Stützpunkt an der Geestemündung an. Dort wurde nicht nur der Unterweserverkehr mit seiner zahlreichen potentiellen Kundschaft beobachtet, sondern dort lagen auch jahrzehntelang die URAG-Schlepper auf Station. Das Agenturgebäude wurde 1948 wieder hergerichtet und 1962 aufgestockt. 1999 zog sich die URAG von dem Gelände zurück. Das Agenturgebäude wurde abgerissen und machte einem mehrgeschossig abgestuften Wohn- und Bürogebäude, den „Weserterrassen“ Platz. Die Schlepper liegen heutzutage an einem eigens dafür eingerichteten, 254 Meter langen Ponton nördlich der Schleuse zum Neuen Hafen.

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