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Villa Seebeck

Aus Brake stammte der Kupferschmied Georg Dietrich Seebeck (1845-1928), der sich 1871 in Geestemünde niederließ. 1876 konnte er sich selbständig machen und eröffnete eine kleine Schmiedewerkstatt, die alsbald auch kleine eiserne Boote und Barkassen herstellte. 1886 erwarb Seebeck ein wasserseitiges Grundstück am Geestemünder Querkanal und konnte weiter expandieren. 1891 und 1895 kaufte er in Geestemünde und Bremerhaven die Werften von Schau & Oltmanns sowie Lange und Ulrichs auf und nutzte deren technische Anlagen weiter. 1900 erfolgte der Erwerb der ebenfalls an der Geeste gelegenen Werft vom Wencke für 170 000 Mark. Durch diese Ankäufe verfügte Seebeck über ein arg zersplittertes Areal, weshalb er 1906 bis 1910 eine moderne Anlage am Geestemünder Handelshafen anlegen ließ.

Im Sommer 1906 plante Seebeck seine private Übersiedlung von Geestemünde nach Bremerhaven und an Stelle des ehemaligen Maschinenhauses der aufgelassenen Wencke-Werft den Bau einer repräsentativen Villa. Diese entstand schließlich 1908 in einer Mischung von Neubarock und Jugendstil nach den Plänen des Architekten Johann Allers. Das Umfeld wurde bis 1910, nach einigen Hin und Her zwischen dem Werftbesitzer und den Bremerhavener Behörden, gärtnerisch auf Kosten der Stadt neu gestaltet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Villa zwar stark beschädigt, doch steht sie heute nach wie vor neben der alten Geestedrehbrücke und markiert neben dieser an der einstigen Stadtgrenze die Einfahrt in das Stadtgebiet von Alt-Bremerhaven.

Stadtplanausschnitt

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