Einkaufspassage »Mediterraneo«, im Hintergrund das Sail City Hotel und das Klimahaus

II Bestandsaufnahme

C02-Startbilanz

Vorgehensweise der Bilanzierung

Zur Bilanzierung wurde die internetbasierte Plattform ECORegion des Schweizer Unternehmens ECOSPEED AG verwendet, die speziell zur Anwendung in Kommunen entwickelt wurde. Bei dieser Plattform handelt es sich um ein Instrument zur Bilanzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen. Ziel des Systems ist zum einen die Erhöhung der Transparenz energiepolitischer Maßnahmen und zum anderen einen hohen Grad an Vergleichbarkeit durch die einheitliche Bilanzierungsmethodik zu schaffen. Zudem ermöglicht die Software durch die Nutzung von hinterlegten Datenbanken mit deutschen bzw. bundeslandspezifischen Durchschnittswerten eine vereinfachte Handhabung der Datenerhebung. 

Die Startbilanz wird auf Basis der regionalen Einwohnerzahlen und Beschäftigtendaten nach Wirtschaftszweigen sowie der nationalen Durchschnittswerte des Energieverbrauchs und der Emissionsfaktoren berechnet. Die durchschnittlichen Verbräuche und Faktoren sind in der ECORegion-Datenbank für die Sektoren Haushalte, Wirtschaft und Verkehr hinterlegt. Die Bilanzierung der kommunalen Emissionen erfolgt erst durch Eingabe tatsächlicher Energieverbrauchswerte. 

Die Ergebnisse der Startbilanz zeigen erste grobe Referenzwerte auf. Alle Daten der Startbilanz sind nationale Durchschnittswerte, die mit Hilfe der jeweiligen Einwohnerzahl und der Beschäftigtenanzahl an die Gegebenheiten der Kommunen angepasst werden. Somit stellt die Startbilanz die Verbräuche und Emissionen der am Integrierten Klimaschutz beteiligten Gemeinden (Landkreis Wesermarsch, Landkreis Cuxhaven und Stadt Bremerhaven) auf Basis bundesdeutscher Durchschnittswerte dar.

Ergebnisse der Startbilanz

Die Ergebnisse der CO2-Bilanzierungen der einzelnen Kommunen sind jeweils die Startbilanzen. Sie wurden aus den Daten der Bevölkerungsentwicklung und den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort erstellt. Die Daten wurden zentral von der Bundesagentur für Arbeit beschafft und bilden so eine einheitliche Datengrundlage für alle Gemeinden, die sich am Integrierten Klimaschutzkonzept beteiligen.

Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt als Balkendiagramm aufgeschlüsselt nach den Bereichen Wirtschaft, Haushalte und Verkehr, jeweils nach CO2-Aussoß pro Kopf und Jahr in Tonnen. Die Zielvorgabe der Bundesregierung, die eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um 40 % vorsieht, ist in den Abbildungen als Orientierungsmarke als roter Balken markiert.

Bei der Betrachtung der Werte ist zu beachten, dass sich hier Einzelmaßnahmen der einzelnen Kommunen, die auch CO2-relevant sind, nicht wiederfinden. Die Bewertung dieser Maßnahmen ist mit der Software ECORegion nicht möglich und muss daher individuell berücksichtigt werden. 

In der zusammengefassten Gesamtauswertung der beteiligten Mitgliedsgemeinden lässt sich erkennen, dass der CO2-Aussoß über die Jahre stetig gesunken ist. Allerdings hat sich dieser Trend in den letzten Jahren abgeschwächt und ist zum Stillstand gekommen. Bei der detaillierten Betrachtung der Ergebnisse wird deutlich, dass die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ausschließlich in den Sektoren Haushalte und Wirtschaft stattgefunden hat, der Verkehrssektor konnte bisher nicht zu einer Senkung beitragen.