Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege

Sie sind Pflegeeltern eines Kindes in Vollzeitpflege? Dann können Sie die "Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege" in Anspruch nehmen. Diese umfasst neben einer dauerhaften Fachberatung auch finanzielle Leistungen.

Wenn ein Pflegekind aufgenommen wurde, erhalten Pflegeeltern eine Fachberatung, die bei allen Themen des Pflegekindes und der Pflegefamilie beratend und unterstützend zur Seite steht.

Pflegeeltern, die Kinder und Jugendliche in Vollzeitpflege betreuen, erhalten finanzielle Unterstützung durch die Wirtschaftlichen Hilfen zur Erziehung des Amtes für Jugend, Familie und Frauen. Diese Leistungen sind abhängig von Alter, Bedarf und Pflegeform des Kindes und umfassen

  • Kosten für den Sachaufwand
  • Kosten der Pflege und Erziehung.

Informationen zu weiteren finanziellen Details wie Kindergeld und Zuschüsse zur Renten- und Unfallversicherung werden im Einzelfall ermittelt und vor Ort geklärt.

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Zahlung des Pflegegeldes ist, dass das Kind beziehungsweise der oder die Jugendliche eine der folgenden Hilfen erhält:

  • Vollzeitpflege
  • Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, sofern die Pflegepersonen diese erbringen
  • Hilfe für junge Volljährige beziehungsweise Nachbetreuung

Üblicherweise wird die finanzielle Unterstützung gleichzeitig mit der Vollzeitpflege bewilligt.

Rechtsgrundlagen

Was muss ich noch wissen?

Welche Unterlagen die Pflegeeltern vorlegen müssen, wird direkt mit der zuständigen Stelle geklärt. Meist werden von den Sorgeberechtigten Einkommensnachweise und Nachweise über laufende Ausgaben verlangt. Anhand dieser Nachweise wird berechnet, in welcher Höhe die Sorgeberechtigten sich an den Unterhaltsleistungen für das Kind beteiligen müssen.