Überwachung des Grundwassers

Zielsetzung der Grundwasserüberwachung ist:

  • die Veranlassung vorsorgender Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers
  • das Erfassen der geogenen Grundwasserbeschaffenheit
  • das Erkennen von Veränderungen der Grundwasserbeschaffenheit
  • das Ermitteln der Auswirkungen von diffus, flächenhaft und punktuell erfolgten Schadstoffeinträgen in das Grundwasser

Das Konzept der Grundwasserüberwachung sieht ein möglichst flächendeckendes Messnetz vor. Bei der Installation des Messnetzes werden neben Messstellen zur Untersuchung der Beschaffenheit des weitgehend noch anthropogen unbeeinflussten Grundwassers zusätzliche Messstellen dort eingerichtet, wo infolge dichter Besiedlung, industrieller und landwirtschaftlicher Nutzung mit anthropogenen Einträgen in das Grundwasser zu rechnen ist. Weiterhin fließen Ergebnisse der Deponie- und Altlastenüberwachung sowie aus der Trinkwassergewinnung in die Grundwasserüberwachung mit ein.

Neben der Dokumentation des Beschaffenheitszustandes sollen auch Aussagen über die Vorgänge im System gemacht werden können. Um Aussagen zu chemischen und biochemischen Vorgängen in Grundwasserfließrichtung machen zu können, ist die möglichst genaue Kenntnis des allgemeinen sowie aquiferspezifischen Strömungs- und Ausbreitungsverhaltens des Grundwassers und der mitgeführten Inhaltsstoffe von entscheidender Bedeutung.

Diese hydrogeologischen Grunddaten wurden im Rahmen des Projektes „Grundwasser- und Geotechnische Planungskarte Bremerhaven" (GeoPlan) vom Geologischen Dienst für Bremen (GDfB) im Auftrag des Umweltschutzamtes ermittelt und stehen erstmals seit 2004 Wirtschaft und Behörden zur Verfügung. Die aktualisierte, digitale Fassung des GeoPlan steht in der Rubrik „Geodaten online“ auf den Seiten des GDfB (http://www.gdfb.de) zur Verfügung.

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