Das Projekt stellt sich vor

ESF-Bundesprogramm 'Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier - BIWAQ' in Wulsdorf-Dreibergen

Mehr als 90 Millionen Euro stehen in der dritten Förderperiode des Programms von 2015 bis 2018 zur Verfügung. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit fördert über ‚BIWAQ‘ arbeitsmarktpolitische Projekte, die quartiersbezogen die nachhaltige Integration von arbeitslosen Personen in Beschäftigung fördern und dabei gleichzeitig zur Stärkung des Stadtteils beitragen.

Der Magistrat der Stadt Bremerhaven hat sich mit 127 anderen Kommunen für das Programm beworben und als eine von 75 Städten den Zuschlag bekommen. Das Konzept des Projekts ‚Die Mischung macht’s – Miteinander leben und arbeiten im Quartier: Entwicklung durch Beschäftigung, Qualifizierung und Integration in Bremerhaven-Dreibergen‘ hat die Fachgremien des Ministeriums überzeugt.

Das zuständige Dezernat für Arbeitsmarktpolitik hat einen überzeugenden Antrag stellen können, der den dringenden Handlungsbedarfen in Wulsdorf-Dreibergen nachkommt. Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, das 2014 für den Ortsteil erstellt wurde, hat aufgezeigt, dass im Ortsteil besonders in strukturellen und sozialen Bereichen erhebliche Benachteiligungen zu finden sind. ‚BIWAQ‘ trägt dem besonders Rechnung, in dem der Programmschwerpunkt auf lokalen Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktprojekten liegt, die als Ergänzung zu den investiven Maßnahmen beispielsweise durch ‚Soziale Stadt‘ zu sehen sind. So kann ein echter Mehrwert für den Ortsteil entstehen.

Federführend und für die Umsetzung und Koordinierung des Gesamtprojekts verantwortlich ist hierbei das Amt für kommunale Arbeitsmarktpolitik.

Unterstützt wird der Magistrat von seinen Kooperationspartnern und den Teilprojektträgern:

  • Arbeitsförderungs-Zentrum im Lande Bremen GmbH (afz)
  • Förderwerk Bremerhaven GmbH
  • Jobcenter Bremerhaven

Der Kostenrahmen des Projekts beträgt ca. 1,5 Mio. Euro einschließlich Eigenmittel der Kooperationspartner. Davon werden bis zu 90 % als Zuwendung über das ‚BIWAQ‘-Programm des Bundes gewährt.

Bis Ende 2018 sollen in Wulsdorf-Dreibergen

  • vor Ort ansässige Gewerbetreibende ebenso wie Existenzgründer/innen beraten und unterstützt werden, u.a. mit dem Ziel der Stabilisierung der Betriebe, der Vermeidung gewerblicher Leerstände und der Sicherstellung der Nahversorgung des Quartiers,
  • die vorhandene Gebäudesubstanz und öffentliche (Frei- und Grün-)Räume aufgewertet werden.

Die Umsetzung dieser Vorhaben soll mit Beschäftigungsförderung und Qualifizierung sowie weiteren Maßnahmen zur Förderung einer integrierten Quartiersentwicklung verknüpft werden.

Nach dem offiziellen Startschuss im Oktober 2015 in der Alten Fichteschule fanden bereits einige weitere Informationsveranstaltungen statt. Im November 2015 konnten sich die Bürgerinnen und Bürger über die konkret geplanten Maßnahmen im Ortsteil erkundigen. Etwa 30 interessierte Personen waren dazu in die Paula-Modersohn-Schule gekommen. Am 22. Juni 2016 stellte das afz sein Teilprojekt im Jobcenter vor. Weitere Veranstaltungen wie beispielsweise das Quartiersfest am 02. September 2017 wurden durchgeführt.

Bisherige Erfolge

Die einzelnen Teilprojekte konnten bisher schon zahlreiche Bewohner*innen erreichen. Dabei wurden die dem Projekt zugrunde liegenden Zielzahlen zum Teil bereits übererfüllt.

Beispielsweise profitierten bisher 240 Personen von Beratungen des afz, von denen mehr als jede*r Dritte in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden konnte. Mit der Eröffnung des neuen afz-Büros „Chance Wulsdorf“ in der Lindenallee 2 steht nun ein Quartierszentrum zur Verfügung, das aufgrund seiner Fläche die große Nachfrage nach Beratung und Vermittlung noch besser bedienen kann.

Die Teilnehmenden der Maßnahmen beim Förderwerk haben viele sichtbare Verbesserungen für den Stadtteil geschaffen. In diesem Rahmen wurden zum Beispiel der Innen- und Außenbereichs der Wohnanlage Krummenacker/ Soltauer Straße neu gestaltet, die Schaufenster in der Schillerstraße 92 neu dekoriert oder die Mietergärten in der Ringstraße angelegt. Die Energiesparberatungen werden stark nachgefragt.

Die übergreifenden Maßnahmen wie etwa das Sprach-Café oder die Frauengruppe, die im Kulturladen Wulsdorf von der AWO durchgeführt werden, wurden von den Bewohner*innen gut angenommen und erfreuen sich reger Beteiligung. Die bald erscheinende Stadtteilzeitung gibt einen Einblick in das Projekt und informiert die Bewohner*innen über die Aktivitäten im Stadtteil.