Programmziele

Als übergeordnetes Ziel wird im Rahmen des URBAN II-Programms die Stabilisierung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung im Programmgebiet sowie die Herstellung der Konkurrenzfähigkeit gegenüber Standorten im Umland formuliert. Dieses Hauptziel soll durch die folgenden strategische Ziele erreicht werden:

  • Stärkung des wirtschaftlichen Wohlstandes und der Beschäftigung
  • Förderung der Chancengleichheit, soziale Eingliederung und Erneuerung, Stärkung der Identifikation mit dem Gebiet
  • Schutz und Verbesserung der Umwelt und Erholungsfunktion
  • Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, Funktionalität und Attraktivität des Gebiets

Wiederbelebung historisch wertvoller Funktionen und Infrastruktur
Darüber hinaus soll den Aspekten "Förderung der Chancengleichheit von Frauen", "Förderung der kulturellen Entwicklung" und "Förderung einer nachhaltigen ökologischen Entwicklung" im Rahmen des gesamten Programms Rechnung getragen werden. Sie sind daher als Querschnittsziele in dem Bremerhavener URBAN II-Programm verankert.

Programmstrategie

Insgesamt droht dem Programmgebiet eine negative Entwicklungsspirale, die sowohl von innen als auch von außen angespannt wird. Zum einen führt die interne Kumulation von städtebaulichen, ökonomischen und sozialen Problemen dazu, dass das Gebiet zunehmend mit einem negativen Image belastet ist. Dies erschwert die Ansiedlung neuer Unternehmen ebenso wie die Entwicklung eines eigenständigen sozialen und kulturellen Lebens. Zum anderen kommt der äußerst massive Entwicklungsdruck durch massive Wohnbebauung und Ansiedlung großer Dienstleistungs-, Gewerbe- und Handelseinrichtungen im Umland von außen hinzu.

Um diesen Tendenzen zu begegnen, ist die Entwicklung und Realisierung einer eigenständigen, auf den im Programmgebiet vorhandenen Potenzialen aufbauenden Strategie, erforderlich. Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Probleme kann dieser Weg langfristig jedoch nur erfolgreich sein, wenn auch exogene Entwicklungspotenziale genutzt und in das Programmgebiet integriert werden. Dabei werden insbesondere die folgenden Bereiche für den lokalen Umstellungsprozess von Bedeutung sein:

  • Förderung von Technologie und Innovation zur Entwicklung einer spezifischen regionalen Kompetenz
  • Stärkung von Dienstleistungen, um den Anschluss an das allgemein bestehende Niveau zu finden und Beschäftigungsmöglichkeiten auszuschöpfen
  • Ausbau von natürlichen Umweltqualitäten, um im Bereich der ehemaligen Werftbrachen wichtige Erholungsgebiete an der Geeste nachhaltig zu regenerieren
  • Integration wirtschaftlich benachteiligter Gruppen in den Wirtschaftsprozess u. a. durch gezielte Qualifizierungen zur Erhöhung der Chancengleichheit, zum Abbau der Ausgrenzung sowie zur Schaffung einer wirtschaftlichen und sozialen Perspektive