Um die im Rahmen des Bremerhavener URBAN II-Programm fomulierten Ziele zu erreichen, wurden die folgenden Handlungsschwerpunkte definiert, die in vielfältigen Maßnahmen und Projekten mit den unterschiedlichsten Akteuren umgesetzt werden sollen. Hinzu kommt der Bereich "Technische Hilfe", der sich vor allem mit der Verwaltung und formalen Betreuung des Programms befaßt.

Schwerpunkt I : Wirtschaftliche Entwicklung

Die in diesem Schwerpunkt zusammengefassten Maßnahmen zielen in erster Linie darauf hin, die Folgen des wirtschaftlichen Strukturwandels durch eine neue, langfristig tragfähige Neuorientierung aufzufangen. Hierunter fallen die Technologieförderung - mit dem Flaggschiffprojekt Technologiepark/t.i.m.e.Port - sowie die Realisierung des Stadtteilmanagments. Mit der Errichtung des überwiegend für Gründer konzipierten t.i.m.e.Ports sollen die Voraussetzungen für die Ansiedlung oder Gründung von bis zu 50 Unternehmen geschaffen werden. Über das in diesem Schwerpunkt geförderte Technologiepark- und Stadtteilmanagement sollen das Flaggschiffprojekt und die Aktivitäten im Programmgebiet miteinander vernetzt werden.

Schwerpunkt II : Arbeitsmarkt und Soziales

Dieser Schwerpunkt bündelt Beratungs-, Qualifizierungs-, Beschäftigungs- und soziale Maßnahmen, die sich überwiegend an besondere Zielgruppen (Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Jugendliche etc.) im Programmgebiet wenden. Somit soll vor allem die soziale und berufliche Integration dieser benachteiligten Bevölkerungsgruppen unterstützt und der Bezug zu den Schwerpunkten I und III hergestellt werden. Dabei wird das geplante "Aktivity-Center-Lehe" (ACL) als Anlauf- und Koordinierungsstelle fungieren. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Technologiepark- und Stadtteilmanagement ist dabei zwingend erforderlich.

Schwerpunkt III : Städtebauliche Erneuerung und Ökologie

Innerhalb dieses Schwerpunkts soll durch Schlüsselmaßnahmen die Revitalisierung des Stadtteilzentrums und die Entwicklung der Uferzonen der Geeste gefördert werden, um die Defizite in der Funktionalität und Versorgungsqualität abzubauen und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Umland zu verbessern. Beide Maßnahmen sind dabei in enger Verbindung mit weiteren geplanten öffentlichen und privaten Investitionsprojekten zu sehen. Sie sollen einerseits einen urbanen Stadtteilmittelpunkt schaffen und zum anderen die Erholungsqualitäten aufwerten.

Schwerpunkt IV : Begleitung und Technische Hilfen

Im Rahmen dieses Schwerpunktes ist der Aufbau eine Organisationsstruktur innerhalb der zuständigen Verwaltungen vorgesehen, die einen reibungslosen Ablauf bei der Planung, Durchführung und Begleitung des Programms sicherstellt. Darüber hinaus sollen gezielte Maßnahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit den Bekanntheitsgrad des URBAN II-Programms ausbauen. Die in diesem Zusammenhang gesammelten Erfahrungen werden dann im Sinne eines Erfahrungsaustausches mit anderen URBAN Städten diskutiert und sollen maßgeblich zur Verbesserung der Begleitung, Planung und Bewertung des Programms beitragen.