Lage und Abgrenzung

Das URBAN II-Programmgebiet liegt im zentralen Bereich Bremerhavens. Insgesamt umfasst das Gebiet eine Fläche von rd. 326 Hektar mit knapp 23.000 Einwohnern. Es schließt südlich und westlich an die Stadtmitte Bremerhavens an und hat seinen räumlichen Schwerpunkt in den verdichtet bebauten Siedlungsbereichen des Stadtteils Lehe. Außerdem umfasst es den Flussraum der Geeste mit diversen uferbegleitenden Brach-, Frei- und Siedlungsflächen. Diese befinden sich teilweise im Bereich des benachbarten Stadtteils Geestemünde. Der westliche Teil des Gebiets wird geprägt durch die an der Wesermündung liegenden Brachflächen am Neuen Hafen und die angrenzenden Wohngebiete, die beide zu dem Ortsteil Mitte-Nord gehören.

Die Abgrenzung des Programmgebiets entspricht weitgehend nicht den Ortsteilgrenzen, sondern umfasst ein zusammenhängendes Gebiet, das einerseits durch wirtschaftliche und soziale Problemlagen und andererseits durch bisher kaum genutzte Entwicklungspotenziale gekennzeichnet ist.

Städtebauliche Struktur

Im Wesentlichen wird die städtebauliche Struktur des URBAN II-Gebiets in Bremerhaven geprägt durch:

  • den mäandrierenden Flusslauf der Geeste mit uferbegleitender Bebauung, Brachflächen aus früherer Werftnutzung (sowie der deswegen teilw. vorhandenen Altlasten) und freien Landschaftsräumen
  • verdichtete Gebiete des Stadtteils Lehe mit überwiegender Wohnnutzung, die maßgeblich durch Altbauten gekennzeichnet sind sowie Gebiete des Stadtteils Mitte, in denen Nachkriegsbauten vorherrschend sind
  • die Industrie- und Gewerbeflächen am Neuen Hafen, wobei sich brachliegende mit (noch) genutzten Bereichen vermischen und die Einbindung der Weser erschweren

Wirtschafts- und Sozialstruktur

Die wirtschaftliche und soziale Lage ist geprägt durch viele kleine Läden und lokale Dienstleistungsbetriebe entlang der zwei Hautgeschäftsachsen; viele Ladenlokale stehen leer, hochwertige Dienstleistungen fehlen. Im Fördergebiet liegen die Quoten von Arbeitslosigkeit, Armut (in manchen Teilen leben bis 25 % der Bevölkerung von Sozialhilfe) und Kriminalität (v. a. Rauschgiftdelikte und Straßenkriminalität) deutlich über dem städtischen Durchschnitt. Sowohl Arbeitplätze- als auch Bevölkerungszahlen sind im Programmgebiet rückläufig.