Einkaufspassage »Mediterraneo«, im Hintergrund das Sail City Hotel und das Klimahaus

AQUA-ADD (Deploying the added value of water in local and regional development)– steht für den Mehrwert von Wasser in der Stadt- und Regionalentwicklung.

In dem Kooperationsprojekt teilen elf Partner aus acht EU-Regionen ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit dem Ziel, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Potenziale von 'Wasser' in verstädterten Landschaften auszuschöpfen und entsprechende Maßnahmen in der räumlichen Planung zu initiieren.

Förderprogramm: Interreg IVC
Priorität: Umwelt und Risikoprävention
Handlungsfeld: Wasserwirtschaft

Der Aqua-Add Film fasst die Ergebnisse der europäischen Zusammenarbeit der letzten drei Jahre zusammen:

Ziele und Inhalte:

Ziel des Projektes „Aqua-Add“ ist es, die Potenziale von 'Wasser' als Planungskomponente in verstädterten Landschaften zu erkennen und besser einzusetzen, die Integration des Wassermanagements in der Raumpolitik zu verbessern, ein größeres Bewusstsein bei lokalen Entscheidungsträgern und der Bevölkerung für den „Mehr-Wert“ von Wasser zu schaffen und Strategien für eine ökonomische Integration von „Wasser“ in die lokale und regionale Planung/Politik und Planungsprojekte zu prüfen. Innerhalb des Projektes soll ein GIS-gestütztes Entscheidungshilfe-Werkzeug (Computermodell) entwickelt werden, um die Möglichkeiten und Effekte von Wassermaßnahmen in der Raumentwicklung zu identifizieren.

Weitere Ziele sind:

Weiterhin soll zwischen den beteiligten Organisationen ein intensiver Austausch über Strategien zur Integration wasserwirtschaftlicher und finanzieller Aspekte in die Raumplanung erfolgen.
Das Thema „Wasser in der Stadt“ ist für Bremerhaven relevant; Klimawandel und Anpassungsstrategien, Küsten- und Hochwasserschutz, Stärkung der Stadtteile und demografische Entwicklungen erfordern neue, integrierte Denkansätze und Strategien.

Geplante Maßnahmen:

  • Austausch und Prüfung von Strategien hinsichtlich der Beteiligung von Entscheidungsträgern,
  • Prüfung von Pilotaktivitäten, die sich auf bedeutende „Wasser-Plätze“ konzentriert (z. B. Beleuchtung, kulturelle Aktionen etc.)
  • Gründung eines Netzwerks mit lokalen Entscheidungsträgern und Akteuren, u. a. mit der lokalen Werbegemeinschaft, Stadtteilkonferenz, Stadtteilmanagement, Investoren, Politik etc.,
  • Entwicklung interdisziplinärer Planungsansätze mit Wasserbezug und Austausch auf lokaler Ebene (lokale/regionale Netzwerke) und auf europäischer Ebene (Projektebene).

Als neue Methoden der Bürgerbeteiligung und Kooperation fand im Februar 2014 in Bremerhaven-Geestemünde ein Bürgerworkshop statt. Für alle Teilnehmer eine Premiere! Am Nachmittag wurde bei einem gemeinsamen Spaziergang unter sachkundiger Leitung des Aqua-Add-Projektteams die Wiederbelebung der historischen Wasserachse vom Holzhafen bis zum Handelshafen bzw. zur Weser mit den neuen Sicht- und Fußwegebeziehungen entlang des Wassers erlebt. Nach der Einladung zu Kaffee und Torte wurde anschließend unter Moderation des Büros FORUM aus Bremen die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit den Planungen der Stadt erhoben und Anregungen gesammelt.

Mit diesem Bürgerworkshop hat die Stadt viele wertvolle Anregungen und Hinweise aus allen Altersgruppen erhalten, die in ihre weiteren Planungen einfließen werden und in dem internationalen Projekt „Aqua-Add“ dokumentiert werden.
Die Pressemitteilung zum Bürgerworkshop im Februar 2014 finden Sie als pdf unten im Downloadbereich.

Im Oktober 2012 traf sich das Projekt in Bremerhaven zu seinem 4. Aqua-Forum. Auf der Agenda standen die Themen Bürgerbeteiligung und die Frage, wie der Mehrwert von Wasser in der Stadt sichtbar und erlebbar gemacht werden kann. Eine Exkursion durch Geestemünde veranschaulichte den Konferenzteilnehmer/innen die Situation im Projektgebiet Geestendorf.

Das INTERREG IVC-Programm unterstützt öffentliche Institutionen / Behörden darin, ihre Erfahrungen auszutauschen und gegenseitig zu übernehmen, um die Effektivität regionaler Entwicklungspolitik in den Bereichen Innovation, wissensbasierte Wirtschaft, Umwelt und Risikoprävention zu verbessern.

Lead Partner (Federführender Begünstigter)

Gemeinde Eindhoven, Niederlande

Deutsche Partner

Magistrat Bremerhaven: Gartenbauamt, Stadtplanungsamt, Umweltschutzamt, Referat für Wirtschaft

Europäische Partner

Studienzentrum für Umwelt- und Meeresforschung (PT), Regionalverwaltung, Zentrum für Hydrographie (PT), Universität Debrecen, Umweltmanagementzentrum (HU), Trans-Tisza - Umwelt-, Naturschutz- und Wasserbehörde (HU), Stadt Bremerhaven (DE), Region Sofia (BU), Universität Genova (IT), Gemeinde Imperia (IT), Region Grand Lyon (FR), Stadt Kopenhagen (DK).

Laufzeit: 01.01.2012 - 31.12.2014

Gesamtbudget: 315.970,04 €, davon EFRE 236.977,53€

Das Projekt wird im Rahmen des INTERREG IVC Programms vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Die Abschlusskonferenz fand im September 2014 in Debrecem und Budapest/Ungarn statt.

 

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Magistrat der Stadt Bremerhaven - Umweltschutzamt/ Untere Naturschutzbehörde

Wurster Str. 49
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