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EU - Finanzhilfeprogramme

EU - Projektförderung - was bedeutet das?

Im Rahmen der EU-Förderprogramme gewährt die EU-Kommission direkte Finanzhilfen an öffentliche oder private Einrichtungen in den Mitgliedstaaten für Projekte, die über nationale Interessen hinaus weisen und mit der Politik der Europäischen Union zusammenhängen. Gefördert werden Maßnahmen in verschiedenen Bereichen wie Forschung, Bildung, Kultur, Regionalpolitik, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Umwelt oder Informationsgesellschaft.

Die Gewährung einer EU-Förderung erfolgt jeweils auf der Grundlage eines bestimmten Programms. Für die Teilnahme sind je nach Bereich unterschiedliche Voraussetzungen zu erfüllen. Die Generaldirektionen und Kommissionsdienste, die Finanzhilfeprogramme verwalten, veröffentlichen auf ihrer Internetseite ihr Jahresarbeitsprogramm und Aufforderungen zur Einreichung von Projektanträgen.
Die Struktur- und Investitionsfonds der EU fördern im Rahmen der europäischen Kohäsionspolitik den Abbau der Ungleichheiten zwischen den einzelnen Regionen. Sie sind nach der Agrarhilfe für die europäische Landwirtschaft der zweithöchste Haushaltsposten der EU und unterteilen sich in fünf Einzelfonds:

  • Regionalfonds (EFRE inkl. Europäische territoriale Zusammenarbeit/ETZ)
  • Sozialfonds (ESF)
  • Landwirtschaftsfonds (ELER inkl. Leader)
  • Meeres- und Fischereifonds (EMFF)
  • Kohäsionsfonds

Die europäischen Struktur- und Investitionsfonds EFRE, ESF, ELER und EMFF wurden unter einem gemeinsamen strategischen Rahmen zusammengefasst und noch konsequenter auf die Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung ausgerichtet.

INTERREG, oder wie es offiziell heißt, die "Europäische Territoriale Zusammenarbeit" (ETZ), ist Teil der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union. Seit mehr als 20 Jahren werden damit grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Regionen und Städten unterstützt, die das tägliche Leben beeinflussen, zum Beispiel im Verkehr, beim Arbeitsmarkt und im Umweltschutz. In Anbetracht dessen, dass die Herausforderungen, vor denen Mitgliedstaaten und Regionen stehen, landes- und regionenübergreifend sind und gemeinsames Handeln auf der jeweiligen territorialen Ebene erfordern, ist die Europäische territoriale Zusammenarbeit umso wichtiger. INTERREG wird in drei Schwerpunkten (sogenannten Ausrichtungen) umgesetzt.

INTERREG - drei Ausrichtungen:

  • grenzübergreifende Zusammenarbeit (Ausrichtung A): Weiterentwicklung der wirtschaftlichen und sozialen Zusammenarbeit in benachbarten Grenzregionen
  • transnationale Zusammenarbeit (Ausrichtung B): Zusammenarbeit zwischen nationalen, regionalen und kommunalen Partnern in transnationalen Kooperationsräumen, um die territoriale Integration dieser Räume zu erhöhen
  • interregionale Zusammenarbeit (Interreg Europe): Kooperationsnetze und Erfahrungsaustausch, um die Wirksamkeit bestehender Instrumente für Regionalentwicklung und Kohäsion zu verbessern.

Projektinteressierte aus Bremerhaven und Bremen haben die Möglichkeit im INTERREG Europe-Programm und in den INTERREG VBNordsee - und im VB Ostsee-Programm Projektaktivitäten zu initiieren und eine entsprechende finanzielle Förderung zu erhalten.

Alle neuen INTERREG-Programme

Unter interreg.de finden Sie laufend aktualisierte Informationen über den Stand ALLER neuen INTERREG Programme.

Aktuelle Informationen zum INTERREG B Nordseeprogramm finden Sie auch auf den Informationsseiten des Deutschen Beratungsnetzwerks für das Interreg IV B Nordseeprogramm unter www. interreg-nordsee.de, und in den "Interreg Nordsee Nachrichten - INN", die regelmäßig über Veranstaltungen berichten, Projekte vorstellen, Tipps geben und Termine für die kommenden Monate ankündigen werden.

Sektorale Programme der Generaldirektionen

Die EU fördert mit sektoralen Programmen den europäischen und internationalen Austausch von Erfahrungen und Wissen. Diese Förderprogramme bieten vor allem für kollaborative und internationale Aktivitäten eine attraktive Alternative zur nationalen Strukturförderung, z. B. in Gesundheit, Kultur, Transport/Logistik, Telekommunikation, etc..

Die EU-Koordinationsstelle unterstützt Sie gerne bei der Recherche nach passenden europäischen Fördermöglichkeiten.

Jedes EU-Programm enthält eigene Vergabebedingungen wie Ziele, Themen, Zeitplan, verfügbares Budget, etc. Bei der Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen müssen die Antragsteller innerhalb einer Ausschlussfrist einen Projektvorschlag einreichen, der den angestrebten Zielen entspricht und die geltenden Voraussetzungen erfüllt. Die Anträge werden nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung anhand der in der Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen genannten Kriterien geprüft und bewertet. Die Entscheidung wird dem Antragsteller mitgeteilt.

Allgemeine Grundsätze für die Gewährung einer EU-Förderung:

  • Es handelt sich um eine komplementäre Finanzierung, die EU-Kommission übernimmt nicht die Gesamtkosten eines Projekts;
  • Die Finanzhilfe darf nicht rückwirkend für eine bereits durchgeführte Maßnahme gewährt werden;
  • Für ein und dieselbe Maßnahme darf nur eine Finanzhilfe gewährt werden.
  • Die aktuellen europäischen Aktions- und Förderprogramme haben eine Laufzeit von 2014 bis 2020.