Innenstadtgestaltung als Teil der Integrierten Innenstadtentwicklung geht voran

Oberbürgermeister Melf Grantz hat gemeinsam mit dem Leiter der Gestaltungswerkstatt für das ehemalige Karstadtgelände, Prof. Jörn Walter, und Sven Lohmeyer, Projektleiter bei der Stadtentwicklungsagentur urbanista am 18. Februar 2022 erste Ergebnisse der Gestaltungswerkstatt vorgestellt. „Diese Gestaltungswerkstatt mit exzellenten Fachleuten hat wichtige Impulse für die weitere Entwicklung des Ex-Karstadt-Areals gebracht. Ich bin den potentiellen Investoren dankbar dafür, dass sie diesen Weg mitgehen.

Sonst wären die Einflussmöglichkeiten der Stadt auf das Baurecht beschränkt“, fasste Oberbürgermeister Grantz die zweitägigen Werkstattgespräche zusammen. Prof. Walter stellte Eckpunkte vor, die für die stadtplanerische Neuentwicklung der Mitte der Innenstadt wichtig sind: „Das Gebiet hat eine Scharnierfunktion zwischen Innenstadt und den vorwiegend touristisch genutzten Gebieten am Alten und Neuen Hafen. Zugleich soll die Neuentwicklung die Mitte der Innenstadt deutlich erlebbar markieren.“ Es greift mit seiner perspektivisch verzahnten Nutzung von Wohnen, Arbeiten, Handel und Leben genau die Erkenntnisse des von urbanista begleiteten Prozesses auf, der unter breiter Beteiligung aller Interessierten fortgeführt werden soll. Für Matthias Ditzen-Blanke als Investor sind die Ergebnisse der fachlich hochkarätig besetzten Gestaltungswerkstatt wichtig, „weil zum einen das von mir gewünschte Medienhaus mit seinem auf gesellschaftlichen Dialog ausgerichteten Raumbedarf und seiner Funktion als offenes Forum sehr gut verankert werden kann. Hier kann ein städtebauliches Umfeld geschaffen werden, das für das Medienunternehmen Nordsee-Zeitung und eine lebendige Innenstadt einen echten Gewinn darstellen wird.“

Die Gestaltungswerkstatt hat einmütig Eckpunkte erarbeitet, die die wesentlichen Kriterien für die private Investition und die öffentlichen Aufgaben festhalten (s. Anlage)

Für das im Rahmen einer Bürgerbeteiligung in Form einer intensiven Zukunftswerkstatt im vergangenen Jahr im Entstehen begriffene integrierte Innenstadtkonzept „Innenstadt Neu Denken“, das die Stadtentwicklungsagentur urbanista moderiert und entwickelt hat, ist das von der Agentur so benannte Projekt „Neuer Anker“ (Ex-Karstadt Areal) eines der Schwerpunkte des Gesamtkonzepts. Die im Rahmen der Bürgerbeteiligung gewonnenen Erkenntnisse sind dank der Mitarbeit von urbanista in die Gestaltungswerkstatt eingebracht worden.

Das integrierte Innenstadtkonzept wird von OB Grantz und Bürgermeister Torsten Neuhoff unter Beteiligung von urbanista im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mit Gelegenheit zur weiteren Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern zeitnah präsentiert; zudem werden dort dann auch die Ergebnisse aus der Gestaltungswerkstatt mit ausgewiesenen Fachleuten vorgestellt. Das Projekt „Neuer Anker“ für das Ex-Karstadt-Areal als erstes Umsetzungsprojekt fließt in das integrierte Innenstadtkonzept ein.

Für andere Projekte aus dem integrierten Innenstadtkonzept wie z.B. eine „Potentialstudie Markthalle“ oder das Thema „Innenstadtkoordination“ stehen Fördermöglichkeiten aus dem Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte“ zur Verfügung. Bei diesen beiden Maßnahmen sitzen bereits Arbeitsgruppen unter Beteiligung interessierter Gruppen wie z.B. der Fair Trade Steuerungsgruppe zusammen, um die notwendigen Anträge zu verfeinern. Die Anträge müssen kurzfristig eingereicht werden. Für die weitere Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern soll dann künftig über die Stelle Innenstadtkoordination bei der Erlebnis Bremerhaven vorbereitet und organisiert werden.

„Es ist ein offener und transparenter Prozess, den die Verantwortlichen der Stadt eingeleitet haben“, betonte Oberbürgermeister Melf Grantz, der sich hier mit seinem für das Stadtplanungsamt zuständigen Kollegen, Bürgermeister Torsten Neuhoff einig ist. „Die aus der Zukunftswerkstatt des vergangenen Jahres gesammelten Vorschläge geben der zukunftsfähigen Entwicklung unserer Stadt neue Impulse, die wir gerne aufnehmen.“