Ein Kutter mit Besatzung an seinem Liegeplatz.

"Christel" - Kutter

Restaurierter Kutter der besonderen Art

Die „Christel“ wurde 1936 als kuttergetakeltes Fischereifahrzeug in Tolkemit am frischen Haff gebaut. Die Modersitzki Werft, vor allem berühmt durch die lange Tradition des Lommenbaus (Lommen waren flachbodige Schiffe, die noch um die Jahrhundertwende Häfen und Landschaft Ostpreußens prägten), steht für soliden Holzschiffbau. Nachdem seit den zwanziger Jahren mehr und mehr Häfen und Haffs ausgebaggert waren, ging man auch hier zum Bau tiefgehender Kutter über, wobei regionale Eigenheiten erhalten blieben. 

Der Rumpf der „Christel“ besteht aus 10 cm starken Eichenspanten, worauf 4,5 cm starke Eichenplanken in karweler Bauweise aufgebracht wurden. Das Deck, inzwischen vollständig erneuert, besteht aus Pitchpinie und Douglasie. Die Linien des Schiffskörpers im Überwasserbereich und die Linien unter der Wasserlinie verleihen dem Schiff bei einem Längen/Breitenverhältnis von 2,7:1 eine große Stabilität.

Nach dem Krieg diente die „Christel“ als Fischkutter. Von Pommern aus kam sie über Neustadt bei Flensburg nach Eckernförde und von dort im Jahre 1988 in stark renovierungsbedürftigem Zustand nach Bremerhaven. Bei der Schiffergilde Bremerhaven fand „Christel“ ein neues Zuhause. Der Eigner Michael Pfau restaurierte sie in mehreren Etappen nach alten Plänen in traditioneller Weise. Seit 1992 können bis zu sechs Gäste auf dem Kutter mitsegeln.

Art: Kutter
Eigner: Michael Pfau, Bremen
Heimathafen: Bremerhaven
Länge über alles: 18,00 m
Breite: 4,94 m
Tiefgang: 1,80 m

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