Sail-Lexikon

Was bedeutet eigentlich?

Während der Sail Bremerhaven 2015 gibt es allerlei maritime Begriffe, die einem im Alltag nicht oft begegnen. Einer der wahrscheinlich am häufigsten fallenden Sätze in unseren Tourist-Informationen wird sein: "Das Schiff für Ihren gebuchten Segeltörn liegt im Päckchen...". Aber was bedeutet denn "im Päckchen"? Dieser und viele weitere Begriffe, die auf dem Veranstaltungsgelände zu hören sein werden, können im "Sail-Lexikon" nachgelesen werden.

 

 Achtern

Hinterer Teil des Schiffes.

 Abbacken

Das Abräumen des Tisches in der Messe.

 Aufgeien

Heranziehen des Segels an das Rundholz.

 Actual time of arrival (A.T.A)

Tatsächliche Ankunftszeit.

 Actual time of departure (A.T.D.)

Tatsächliche Abfahrtszeit.

 Backbord

In Fahrtrichtung linke Seite des Schiffs (Farbe: Rot).

 Backbrassen

Der Wind drückt von vorne in die Segel.

 Bark

Ein Segelschiffstyp mit mindestens 3 Masten.

 Bilge

Der unterste Raum im Bug eines Schiffes.

 Blauer Peter

Blaue Flagge, mit einem weißen Rechteck in der Mitte, die vor dem Auslaufen gesetzt wird, und anzeigt, dass das Schiff innerhalb der nächsten 24 Stunden ausläuft.

 Bordmanifest

Teilnehmerliste für Mehrtages- oder Tagestörns.

 Brassen

Taue und Drähte, mit denen die Rahen in einer horizontalen Ebene geschwenkt werden, um die Segelstellung der Windrichtung anzupassen.

 Bug

Das meist spitz zulaufende vordere Teil des Schiffes.

 Deck

Etage oder Stockwerk eines Schiffes.

 Dippen

Ein Gruß durch das Niederholen der Flagge um ca. 1/3 der Länge der Flaggenleine.

 Eigner

Der Eigentümer eines Bootes oder Schiffes.

 Estimated time of arrival (E.T.A)

Voraussichtliche Ankunftszeit.

 Estimated time of departure (E.T.D)

Voraussichtliche Abfahrtszeit.

 Fender

Polster, die längs am Schiff hängen und es vor Beschädigungen beim Liegen an der Pier oder anderer Schiffe stützen.

 Fieren

Herablassen einer Last mittels Tau oder Drahtseil.

 Flaute

Windstille.

 Galion

Vorbau am Bug eines Schiffes.

 Galionsfigur

Bugfigur am Galion. Sie steht bei vielen Segelschiffen in Beziehung zum Schiffsnamen.

 Gangway

Landgangsteg

 Glasen

Angabe der Uhrzeit durch die Schiffsglocke, und zwar halbstündlich. Acht Glasen bedeuten das Ende der vierstündigen Wachzeit.

 Halse

Kurswechsel – das Schiff vor dem Wind herumdrehen, um den Wind von der anderen Seite einzunehmen.

 Im Päckchen

Festmachen mehrerer Schiffe längsseits nebeneinander.

 Jolle

Ein kleines Segel- oder Beiboot.

 Kai

Ein durch Mauer befestigter Uferdamm – meist in Häfen oder an Fluss- oder Kanalufern zum Löschen und Laden von Schiffsladungen.

 Kajenmarke

Zahl auf der Kaimauer zur Einordnung und Planung von wo bis wo ein Schiff liegt.

 killen

Flattern der Segel im Wind.

 Knoten

Abkürzug: kn, Bezeichnung für die Fahrgeschwindigkeit eines Schiffes; 1 kn = 1 Seemeile/h = 1,852 km/h

 Koje

Enge Schlafstätte, Schlafkammer oder ein kleiner Lagerraum auf Schiffen aller Art.

 Kombüse

Küche auf einem Schiff.

 Lasching

Festzurren- oder schnüren von Gegenständen, um sie vor dem Verrutschen durch Seegang zu schützen.

 Lee

Vom Wind abgewandte Seite eines Schiffes.

 Liaison-Officer

Ansprechpartner für die Schiffsbesatzung, kümmern sich um individuelle Wünsche, vermitteln zwischen Besatzung & Organisatoren, ca. 40 Liaison-Officer zur Sail.

 Logbuch

In der Seefahrt übliche Form der Aufzeichnung täglicher Ereignisse und Vorgänge ähnlich einem Tagebuch oder Protokoll.

 Log

Ein Gerät mit dem die Geschwindigkeit eines Schiffes oder die zurückgelegte Distanz gemessen wird.

 loten

Messen der Wassertiefe.

 Luv

Dem Wind zugewandte Seite eines Schiffes.

 Manöver

Jegliche Form von Segel- oder Kursänderung eines Schiffes.

 Marina

Yachthafen.

 miniSail

Schiffsmodellbauer stellen ihre Prachtwerke vor, Deutsches Schiffahrtsmuseum.

 Mole

In das Meer ragende Aufschüttung, befestigt durch eine Stein-, Beton- oder Holzkonstruktion.

 Niedergang

Treppe, die unter Deck führt.

 Oberfeuer

hochgelegener Leuchtturm, der – zusammen mit dem Unterfeuer in eine senkrechte Peilung gebracht – die Lage einer Fahrrinne markiert (Parkplatz Schaufenster Fischereihafen).

 Pavian

Spottname für den Seemann, der Wache hält, wenn das Schiff vor Anker liegt.

 Poller

Metallpfeiler mit verdicktem Kopf. Vorrichtung auf Schiffen und Kajen zum Festmachen der Leinen.

 Ponton

Fest verankerter Schwimmkörper.

 Pütz

Wassereimer aus Holz oder Blech mit Taugriff.

 Rah

Rundholz, das nach außen schlanker wird; es ist am Mast aufgehängt, um daran Rahsegel anzubringen.

 Rasmus

Grobe See, die an Deck überkommt.

 Reling

Geländer um ein freiliegendes Deck oder um Decksöffnungen.

 Regatta

Sport- und Wettfahrten zu Wasser in unterschiedlichen Sportarten.

 Rollenplan

Sicherheitsplan, in dem für Notfälle Tätigkeiten für jeden Einzelnen festgelegt sind.

 Sail-Training

Vermitteln von traditionellen Seemannschaften an Laien mit dem Schwerpunkt der Jugendarbeit- und Förderung.

 Schlingen

Seitliches Schaukeln des Schiffes.

 Schott

Schiffstür oder wasserdichte Wand im Schiffsrumpf.

 Segelfläche eines Schiffs

Flächeninhalt eines Segel.

 Semaphor

Zeichenträger an der Einfahrt zum Neuen Hafen, zeigt Windstärke & Windrichtung von Borkum und Helgoland an.

 Skipper

verantwortlicher Boots- bzw. Schiffsführer in der Freizeitschifffahrt.

 Smutje

Schiffskoch.

 Stempelbogen

Sammelbogen für Bordstempel und erhältlich in unseren Tourist-Infos.

 Steuerbord

In Schiffsrichtung rechts (Farbe: Grün).

 STI Tall Ship Races

Langstreckenregatta für traditionell gebaute Großsegler und andere Segelschiffe, auch „Großsegler-Rennen“ genannt. Dient der Völkerverständigung sowie Ausbildung junger Segler.

 Takelage

Gesamtheit von Masten, Segeln und Tauwerk des Segelschiffes.

 Trainee

Schiffslehrling.

 Trosse

Große Taue aus Stahlseil.

 Typhon

akustisches Signalgerät (Schiffshorn).

 Verholen

Liegeplatz eines Schiffes verändern.

 Wache

Dienstzeit der Mannschaft und Schiffsbesatzung.

 Zeising

Kurze Taue, mit denen ein Segel „festgemacht“, d.h. zusammengeschnürt wird.