6. Sinfoniekonzert «Sehnsucht und Träume»

, 19:30 Uhr

Mit Werken von Detlev Glanert, Richard Wagner und Peter Tschaikowsky

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Veranstaltungsort

Stadttheater Bremerhaven, Großes Haus
Theodor-Heuss-Platz
27568 Bremerhaven
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Kosten

16,- bis 37,- EUR

Veranstalter

Stadttheater Bremerhaven
 0471 49001

Fast an die Suche nach der «Blauen Blume» erinnernd, spürt das sechste Sinfoniekonzert des Philharmonischen Orchesters unter Leitung Marc Niemanns mit dem Motto «Sehnsucht und Träume» diesen Grundbegriffen des Romantischen nach. Gleich das farbig instrumentierte Nocturne von Detlev Glanert, eröffnet Fantasieräume, die in «Harmonien der Nacht» die Grenzen von Wachen und Schlafen verschwinden lassen. Er stellt sich mit diesem Werk als unser Composer in Residence der laufenden Saison vor. Was die Oper Tristan und Isolde im Großen, sind die Wesendonck-Lieder im Kleinen. Richard Wagner bezeichnete selbst zwei von ihnen als Vorstudien zur gleichzeitig entstehenden Oper. Platonisch verehrte er seine reiche Gönnerin Mathilde Wesendonck, die auch die Textvorlagen verfasste. In deren unmittelbarer Nachbarschaft lebte das Ehepaar Wagner während seines Exils in der Schweiz. Die aufgeladenen Emotionen haben Wagner sehr inspiriert bis hin zu ersten Skizzen für seine letzte Oper Parsifal und führten schließlich zum Scheitern seiner ersten Ehe. Yamina Maamar, sie war hier zuletzt als Leonore in Beethovens Fidelio zu hören und hat auch schon als Isolde Erfolge gefeiert, wird die Sopranpartie übernehmen.

 «Die 4. Sinfonie ist meinem Wesen entsprungen und mit echter Inspiration vom Beginn bis zum Ende geschrieben. … Es ist kein Strich, der nicht meinen aufrichtigsten Gefühlen entstammt.», schrieb Peter Tschaikowsky seiner Vertrauten Nadeshda von Meck. Da arbeitete er auch an seiner Oper Eugen Onegin und hatte sich auf der Suche nach Normalität in eine zum Scheitern verurteilte Ehe gestürzt. Die Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36 gilt als sein persönlichstes Werk und lässt Tschaikowskys Umgang mit seiner dunklen Innenwelt nachempfinden. Sie ist auch die erste seiner «Meistersinfonien» und aus dem heutigen Konzertleben nicht mehr wegzudenken.

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