4. Sinfoniekonzert: «Klassisch unklassisch»

, 20:00 Uhr

Sergej Prokofjew: Symphonie Nr. 1 D-Dur op. 25 Symphonie classiqueFelix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 9 Es-Dur op. 70

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Veranstaltungsort

Stadttheater Bremerhaven, Großes Haus
Theodor-Heuss-Platz
27568 Bremerhaven
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Kosten

16,- bis 37,- Euro

Tickets

ticket.stadttheaterbremerhaven.de

Veranstalter

Stadttheater Bremerhaven
 0471 49001

Webseite

www.stadttheaterbremerhaven.de

«Klassisch – Unklassisch» – so lautet das Motto des vierten Sinfoniekonzertes des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven, dieses Mal unter Leitung von Ektoras Tartanis. Haydn, Mozart, Beethoven klingen mit, ohne das ein Werk von ihnen zu hören wäre.

Sergej Prokofievs Symphonie Nr. 1 D-Dur op. 25, von ihm selbst mit dem Titel Symphonie Classique versehen, lässt kaum etwas von den politischen Umwälzungen zur Zeit ihrer Entstehung in den Jahren 1916 und 1917 erahnen. «Wenn Haydn noch lebte, dachte ich, würde er seine Art zu schreiben beibehalten und dabei einiges vom Neuen übernehmen….» (S. Prokofiev).

Sechs Jahre brauchte Felix Mendelssohn-Bartholdy bis er sein Violinkonzert e-Moll op. 64 vollendet hatte. Es sollte sein wirkungsvollstes Solokonzert werden. Mit einigen Neuerungen in der formalen Anlage und der Behandlung des Soloinstrumentes wurde dieser Publikumsliebling sehr bald ein romantischer Klassiker. Als «eine Symphonie classique mit Widerhaken» wird Dimitri Schostakowitschs Symphonie Nr. 9 Es-Dur op. 70 im Vorwort einer Partiturausgabe von 1988 bezeichnet. 1945, nach dem Sieg im Großen Vaterländischen Krieg, erwarteten die sowjetischen Machthaber, allen voran Stalin, ein Werk, das alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen sollte – ein Chor, dessen Worte Ruhm und Tapferkeit von Volk und Partei preisen sollten, durfte auch nicht fehlen. Dieser Erwartungshaltung hat sich Schostakowitsch komplett entzogen und lieferte als Sinfonie eine kurze grotesk-ironische Reverenz an musikalische Traditionen. Den Sturm der ideologischen Entrüstung nahm er in Kauf, denn, wie er in seinen Erinnerungen selbst sagte, «konnte er keine Apotheose auf Stalin schreiben, konnte es einfach nicht» und prophezeite auch «die Musiker werden sie mit Vergnügen spielen, aber die Kritiker werden sie vernichten.»

Aus der Kooperation mit dem Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover 2018 wurde es dem Stadttheater Bremerhaven möglich, einen der Preisträger als Solisten für den Solopart von Mendelssohns Violinkonzert zu gewinnen.

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