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Mit der Erweiterung des Kaiserhafens hat auch die Anlage der gegenüberliegenden Lloyd-Werft, des einstigen technischen Betriebs des Norddeutschen Lloyd, zu tun. Um seine stetig wachsende Flotte zum günstigen Selbstkostenpreis zu warten, instand zu setzen und zu reparieren, hatte die bremische Großreederei bereits 1857/58 in Bremen einen technischen Betrieb eingerichtet, der schon 1862 durch eine kleine Filiale in Bremerhaven (am Übergang vom Alten Hafen zum Neuen Hafen) ergänzt wurde. 1871/1872 wurde diese Einrichtung durch ein Trockendock an der Westseite des Neuen Hafens ergänzt. Doch auch diese Anlagen wurden schließlich zu klein. So pachtete 1896 der Lloyd vom Bremer Staat am neu angelegten Kaiserhafen ein Gelände, das die Anlage eines modernen, großzügig dimensionierten Werftbetriebs zuließ. Hinzu kam ein Trockendock, das Kaiserdock I, das im September 1899 in Betrieb ging und eine nutzbare Länge von 226 Meter aufwies. 1908 bis 1913 legte man das Kaiserdock II (Länge 267,90 Meter) an. 1929 bis 1931 wurde dieses auf 335 Meter verlängert.

Der technische Betrieb des Norddeutschen Lloyd war mit den mannigfaltigen Arbeiten zur Instandhaltung der Lloydflotte zunächst mehr als ausgelastet, wrackte aber in der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren auch einige Schiffe ab.

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente der Betrieb nach wie vor als Reparaturbetrieb dem Norddeutschen Lloyd (seit 1970: Hapag-Lloyd AG). Daneben entstanden dort einige Hafenschlepper für den Lloyd. Vor allem aber spezialisierte man sich immer mehr auf komplizierte Umbauten für Fremdkunden, so von Passagierschiffen. Auf diesem Gebiet erlangte die Werft schließlich weltweites Renommee. Seit 1984 gehört sie nicht mehr zum Hapag-Lloyd-Konzern, sondern ist heutzutage als Lloyd-Werft selbstständig und nach wie vor sehr erfolgreich im internationalen Reparatur- und Umbaugeschäft tätig.

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