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Forts Brinkamahof I und II

Die deutsch-dänischen Kriege 1848 bis 1850 und 1864 führten innerhalb des 1867 unter preußischer Führung entstandenen Norddeutschen Bundes zu der Forderung, die Wesermündung militärisch zu schützen. Auch die vorübergehende Blockade der deutschen Nord- und Ostseeküste durch die französische Marine im Krieg 1870 bis 1871 wurde als militärisch sehr bedrohlich angesehen. Dies alles bildete den strategischen Hintergrund für den Bau vierer Festungen in der Wesermündung. Das oldenburgische Weserufer sollte durch die beiden Forts Langlütjensand I und II (später verkürzt: Langlütjen I und II), Bremerhaven dagegen durch Brinkamahof I und II gesichert werden. Die in Berlin ausgearbeiteten Pläne hierfür entsprachen der damaligen Festungsbautechnik und waren vor allem belgischen Vorbildern entlehnt.

Die Arbeiten für Brinkamahof I zogen sich zwischen 1867 und 1872 hin. Brinkamahof II folgte 1875 bis 1881. Der Name der beiden Befestigungen leitete sich ab von der Hofbesitzerfamilie Brinkama, die am östlichen Weserufer großen Grundbesitz besaß.

Beide Festungsanlagen, wie die gegenüberliegenden Forts Langlütjen I und II, waren bis zum Ende des Ersten Weltkrieges militärisch genutzt, aber nie in Kampfhandlungen verwickelt. Nach 1918 erfolgte auf Weisung der Entente die Demontage der militärischen Installationen.

Wegen der groß angelegten Bremerhavener Hafenerweiterungen wurde Brinkamahof I um 1930 geschleift. Brinkamahof II erlebte dagegen im Zweiten Weltkrieg als Flakstellung eine erneute militärische Verwendung, wurde aber nach 1945 teilweise gesprengt. 2000 erfolgte die endgültige Beseitigung, um für die Erweiterung des Containerterminals (CT IIIa) Platz zu machen.

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