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Container - Allgemeines

Der Container, der in der Seeschifffahrt seit den 1960er Jahren seinen Siegeszug angetreten und den herkömmlichen Transport von nicht normierten Stückgütern unterschiedlichster Art in den Hintergrund drängte, hat dadurch das internationale Transportwesen in tief greifender Weise revolutioniert.
Der Vorteil des Containers besteht, bedingt durch seine Normung, in einem wesentlich rationelleren Versand der Ware, die obendrein besser vor Beschädigung und Diebstahl geschützt ist. Unter den inzwischen spezialisierten Containern gibt es zwar eine Vielfalt von Typen für sehr unterschiedliche Ladungen, generell unterscheidet man aber zwischen zwei Größen: dem 20´-Container, der gleichzeitig als Mengenmaß herhält (TEU=Twenty-Foot-Equivalent Unit) und dem längeren 40´ Container.

Dieses völlig andere Transportsystem hat auch den Hafen- wie Handelsschiffbau grundlegend neu ausgerichtet. Der frühere Handelshafen mit seiner technischen Vielfalt an Schuppen, Speichern, Kränen und Hafenbetriebsfahrzeugen wich dem ungleich großflächigeren Containerterminal mit seinen Stellplätzen, mächtigen Ladebrücken und Spezialkraftwagen (Van Carrier), welche die Container hin- und her bewegen.

Der frühere Stückgutfrachter, kenntlich an seinem umfangreichen konventionellen Ladegeschirr, ist durch das wesentlich größere Containerschiff ersetzt worden, welches nur noch in wenigen Fällen eigenes Ladegeschirr in Gestalt von Containerkränen besitzt und wo die genormten Behälter über feste Führungsschienen in den Laderaum hineingelassen und somit gestapelt werden. Ein weiteres, besonders auffallendes Charakteristikum sind die oft haushohen, in mehreren Lagen als Decksfracht oberhalb der Luke gestapelten Container-„Gebirge".

International gelten auf diesem Gebiet die Amerikaner als die großen Protagonisten. Im Mai 1966 lief der US-Frachter FAIRLAND als erstes Überseeschiff im Transatlantikverkehr mit jenen damals noch so neuartigen genormten Behältern Bremen an, was allgemein als Startschuss zu einem tief greifenden Umbruch in unseren Häfen angesehen wird. Die einschlägige Entwicklung in Bremerhaven spiegelt seitdem den stürmischen Prozess trefflich wider, der seitdem die internationale Containerschifffahrt in Atem hält.

Dem entspricht das Wachstum der Schiffsgrößen. Bis Anfang der 1990er Jahre hatte man sich bei den großen Containerschiffen auf Maximalgrößen um die 4500 TEU herangetastet. Die dänische Reederei Maersk, übrigens Stammkunde in Bremerhaven, erreichte 1996 mit einer neuen Containerschiffsklasse die damalige Rekordmarke von 6000 TEU. Inzwischen haben die Großen in der Branche eine Größenordnung von 8000 bis 9000 TEU erreicht, aber weitere Schiffsgrößen von 10 000 TEU und mehr befinden sich auf den Reißbrettern der meist fernöstlichen Bauwerften.

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