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Das Wencke-Dock und andere historische Dockreste an der Geeste

Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert schälte sich Bremerhaven, wenig später auch Geestemünde als ein bedeutender Schiffbaustandort an der deutschen Nordseeküste heraus. Da aber auch die Schiffsreparatur infolge des aufstrebenden Überseeverkehrs von der Wesermündung aus eine wichtige Rolle spielte, mussten neben Neubau- auch ausreichende Reparaturkapazitäten geschaffen werden. Der enge und mäandernde Flusslauf der Geeste erzwang recht früh den Bau technisch aufwendiger Trockendocks nach englischem Vorbild. In ihnen konnte das Schiff trocken fallen und dann auch unter der Wasserlinie repariert werden.

Zwischen 1837 und 1865 entstanden insgesamt sechs Trockendocks an der Geeste:

 Johann Lange   1837-1840
 Friedrich Wilhelm Wencke    um 1845
 Schau & Oltmanns   1853-1856
 Johann Carl Tecklenborg   1853-1855
 Johann Lange   1860-1865
 Hermann Friedrich Ulrichs   1864-1865


Nach 1871 entstanden an anderer Stelle (Neuer Hafen und Kaiserhafen) im Stadtgebiet Bremerhavens weitere Trockendocks.

Ein Technikdenkmal ersten Ranges ist das an der Geeste erhaltene Trockendock von Friedrich Wilhelm Wencke, der 1833 eine Werft gegründet hatte. Das ursprüngliche Dock aus der Zeit um 1845 war eine relativ einfache Holzkonstruktion gewesen. Nachdem Wencke sein bis dahin gepachtetes Grundstück 1856 käuflich vom bremischen Senat erworben hatte, konnte er einen Umbau des Docks planen. 1860 war die Umgestaltung des nunmehr teilweise in Stein gefassten Docks (Länge: 86 Meter, Torweite 15 Meter) abgeschlossen. Auch nach dem Ende der Firma von Wencke 1900 wurde das Dock bis 1945 von anderen Werften genutzt, dann aber mit Trümmerschutt gefüllt. Eine Restaurierung brachte 1977 bis 1979 die alten Dimensionen wieder zutage. Die Anlage ist zwar zum größten Teil verfüllt, aber die Umfassungsmauern zeigen dem heutigen Betrachter die Dimensionen des Docks an.

Im Rahmen des europaweiten „Seaport“-Projekts, das die touristische Präsentation einiger ausgewählter Nordseehäfen neu aufstellen und koordinieren soll, ist auch eine Darstellung des Strukturwandels der Bremerhavener Werftindustrie vorgesehen. Hier soll dem Wencke-Dock eine wichtige Rolle zukommen.

Schließlich sind, wenigstens rudimentär, die beiden Toreinfahrten des jüngeren Lange-Docks und, auf der anderen Flußseite, des König-Georg-Docks von Tecklenborg erhalten.

Stadtplanausschnitt

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