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Marine in Bremerhaven / Marineoperationsschule

Als Handels- und Fischereihafen sowie als Werftstandort ist Bremerhaven vorrangig in der internationalen Schifffahrt bekannt. Doch auch als Stützpunkt für die Deutsche Marine besitzt die Seestadt eine zwar zeitweilig unterbrochene, doch insgesamt nicht unbedeutende Tradition.

Als im Gefolge der 1848er Revolution es unter dem Kommando des Admirals Rudolf Brommy zur Aufstellung einer deutschen Marine mit nationalem Anspruch kam, wurde die Unterweser als vorrangiger Stationierungsort auserkoren. So legte man in Brake sogar ein eigenes Trockendock an, um die Kriegsschiffe zu reparieren. Aber auch in Bremerhaven und Geestemünde wurden von 1849 bis 1852 Einrichtungen genutzt. In Bremerhaven befanden sich in der Nähe des Alten Hafens die Hauptverwaltung, eine Apotheke, ein Materiallager, ein Kanonen- und Kohlenplatz sowie Unterkünfte. In Geestemünde auf der anderen Flussseite lagen ein Lazarett, die Intendantur, ein Arsenal und ein Magazin. Aufgrund der politischen Entwicklung wurde die Flotte 1852 bis 1853 aufgelöst.

Erst die Aufrüstung durch die Nationalsozialisten führte mehr als acht Jahrzehnte später wieder zu einer Marinepräsenz. 1935 wurde Wesermünde Garnisonsstadt. Auf dem Gelände der 1928 stillgelegten Tecklenborg-Werft wurden im Stil der damaligen Zeit Kasernenanlagen für die Kriegsmarine errichtet, eine Marineschule zog ein. Sie war für die Ausbildung von Maschinenpersonal (Mannschaften und Unteroffiziere) zuständig. Nach der Kapitulation im Mai 1945 übernahm die amerikanische Besatzungsmacht die Anlage und stellte diese der US Navy als Unterkunft zur Verfügung. Nach Aufstellung der Bundeswehr 1956 richtete die Bundesmarine zwei Schulen auf dem Gelände ein: Die Technische Marineschule II (aufgelöst 1982) und die Marineortungsschule, die seit 1997 die Bezeichnung Marineoperationsschule trägt . Dort bilden rund 500 Soldaten und Zivilangestellte jährlich etwa 4000 Soldaten für ihre Verwendung an Bord aus. Neben der Grundausbildung für Funker und Signalgasten wird die weitere Aus- und Weiterbildung für alle Dienstgradgruppen auf dem Gebiet des Marineführungsdienstes und der operativen Kampfführung betrieben. Drei Lehrgruppen sowie ein Taktikzentrum bilden hierfür den äußeren Rahmen.

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