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Der ungeheure Bauboom in den aufstrebenden Unterweserorten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stand Pate beim 1875 bis 1877 durchgeführten Bau des Holzhafens. Der Geestemünder Wasserbauinspektor Theodor Hoebel (1832-1908), der später den 1896 eröffneten Fischereihafen I konzipieren sollte, hatte die Pläne für ein Wasserbecken ausgearbeitet, das damals einschließlich seiner Uferzonen 36000 m² groß und 1,20 Meter tief war. Über einen Stichkanal stand der Holzhafen mit dem übrigen Hafensystem im damaligen Geestemünde in Verbindung. Die Dimensionen zeigen bereits an, dass man kein schiffbares Hafenbecken im eigentlichen Sinne angelegt hatte, sondern nur eine Wasserfläche zum Flößen und zur vorübergehenden Zwischenlagerung von Holz. Am 25. Mai 1877 wurde der Holzhafen eingeweiht. Vor allem nach dem Zollanschluss 1888 siedelten sich an den Ufern Holz bearbeitende Firmen an.

Eine fortschreitende Wohnbebauung in der Nachbarschaft griff schon vor dem Ersten Weltkrieg um sich, drängte allmählich die Gewerbebetriebe zurück und veränderte auf diese Weise immer mehr das Umfeld des Hafens. Der Großbrand der seit 1891 am Hafen ansässigen Holzfirma Chr. Külken am 23. Mai 1934 setzte einen Schlusspunkt, denn der größte Teil der Anlagen war niedergebrannt. Damit hatte der Holzhafen endgültig seine Ursprungsfunktion eingebüßt, wurde anschließend (1937 bis 1938) um 2/3 seiner Fläche verkleinert und als Zierteich mit parkähnlicher Umbauung umgestaltet. Beim großen Bombenangriff am 18. September 1944 wurden zahlreiche Gebäude in der Umgebung zerstört. So wie sich der ehemalige Holzhafen heute präsentiert, ist sein ursprünglicher Zweck auf den ersten Blick nicht mehr erkennbar.

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